Adventsverkehr: Alte Tatras neu im DVB-Einsatz

Von vielen Dresdnern heiß geliebt, rollen jetzt wieder mehr Tatras durch die Stadt und stehen nicht nur im Depot.
Von vielen Dresdnern heiß geliebt, rollen jetzt wieder mehr Tatras durch die Stadt und stehen nicht nur im Depot.

Von Dirk Hein

Dresden - Eigentlich sind sie aus dem Straßenbild so gut wie verbannt. Lediglich auf der Studentenlinie (E3) fahren Dresdens alte Tatra-Bahnen noch.

Doch trotz der offiziellen Verabschiedung der tschechischen Wagen im Mai 2010 kommen sie derzeit vermehrt zum Einsatz.

„Wir nutzen die Bahnen zur Unterstützung in der Adventszeit, jetzt fährt einfach alles, was verfügbar ist“, erklärt DVB-Sprecher Falk Lösch (50).

Hintergrund: Die Verkehrsbetriebe hatten einige besonders gut gewartete alte Bahnen nicht verkauft. Eben damit sie notfalls doch noch aushelfen können.

Aktuell sind daher besonders auf den Linien 4 und 11 die Aushilfs-Tatras, teils in den Siebzigerjahren gebaut, unterwegs.

Was viele Bahn-Nostalgiker freut, sorgt für Unruhe bei Senioren und Behinderten, die nicht wie gewohnt ebenerdig einsteigen können.

„Allerdings kommen nie zwei Tatras hintereinander. Wer nicht einsteigen kann, muss maximal zehn Minuten warten“, erklärt der DVB-Sprecher.

Fotos: Thomas Türpe


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