"Oh, wie ist das schön!" Friedrich zum dritten Mal Doppel-Champion

Altenberg - Der Tatort am Sonntag ist vermutlich nicht so spannend wie die Vierer-Entscheidung bei der WM in Altenberg. 10.000 Menschen waren in den Kohlgrund gekommen, um beim Showdown dabei zu sein. Die Parkplätze waren seit 11 Uhr voll. Um 15.29 Uhr war klar: Francesco Friedrich ist Doppel-Weltmeister und dies zum dritten Mal in Folge.

Besser geht's nicht: Das komplett von den deutschen Assen besetzte Podest mit dem Sieger-Team von Francesco Friedrich (M.), dem silbernen Vierer von Johannes Lochner (l.) sowie Nico Walther & Co. (r.) auf dem Bronzerang.
Besser geht's nicht: Das komplett von den deutschen Assen besetzte Podest mit dem Sieger-Team von Francesco Friedrich (M.), dem silbernen Vierer von Johannes Lochner (l.) sowie Nico Walther & Co. (r.) auf dem Bronzerang.  © Lutz Hentschel

"Das war Wahnsinn. Wir hatten am Sonnabend einen Pleitetag und haben danach lange in der Garage gestanden. Abends habe ich mir im Bett noch Videos von den Fahrten angeschaut", gestand der 29-Jährige nach der Titelfuhre.

Vorm letzten Durchgang lag er zeitgleich mit Nico Walther (Altenberg) auf Platz eins. Eine Hundertstel dahinter war Johannes Lochner (Berchtesgaden). Und wieder hatte der Olympiasieger die stärksten Nerven.

"Nur der eine Lauf hat die WM entschieden und dass man dann wieder vorn ist, ist eigentlich unfassbar", fand sein Coach Gerd Leopold. Der vorm vierten Durchgang entspannt war, weil er wusste: "Trotz Riesen- Fahrfehlern im dritten fährt 'Franz' nach vorn." Lag er doch nach dem ersten Tag auf Rang vier.

Und mit einer fast perfekten Fahrt machte der Pirnaer schließlich den Deckel drauf.

Lochner konnte sehr gut mit Silber leben, Walther war happy über Bronze.

Tausende Fans sangen: "Oh, wie ist das schön"

Was für ein Jubel! Das Friedrich-Team ist am Ziel seiner Wünsche.
Was für ein Jubel! Das Friedrich-Team ist am Ziel seiner Wünsche.  © Lutz Hentschel

Für "Leo" ein besonderer Moment, den neunten Titel mit Friedrich auf der Heimbahn zu gewinnen. Friedrichs Anschieber Martin Grothkopp meinte: "Altenberg war ähnlich wie olympische Spiele vor diesem Publikum. Das ist ein Ausmaß, das habe ich mir nie träumen lassen." Als die vier ins Ziel einfuhren und die Entscheidung gefallen war, sangen tausende Fans: "Oh, wie ist das schön." Das war's!

Bundestrainer René Spies meinte: "Franz stand ja im letzten Lauf über allem. Er hat es am Ende wieder gemacht." Und mit dem Dreier-Erfolg war er natürlich "sehr zufrieden".

Die Party stieg anschließend in einem Oberbärenburger Hotel. Und passenderweise heißt es: Friedrichshöhe. Dort hatte Rainer Jacobus, der Präsident des Friedrich-Vereins BSC Sachsen Oberbärenburg, den Partyraum hergerichtet.

"Da werden wir versacken", meinte der Champion mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht. Die Stimme war da allerdings schon fast weg. Egal.

Daumen hoch: Francesco Friedrich strahlt mit der Vierer-Trophäe um die Wette.
Daumen hoch: Francesco Friedrich strahlt mit der Vierer-Trophäe um die Wette.  © Lutz Hentschel

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