Bob-WM in Altenberg: Trauriges Sturz-Festival zum Auftakt

Altenberg - Ein trauriges Sturzfestival, eine Kaillie Humphries, die ihrer Favoritenrolle gerecht wird und eine deutsche Überraschung. Das brachte der Auftakt der WM in Altenberg bei den beiden ersten zwei von vier Läufen der Damen.

Während die italienische Pilotin Tania Vicenzino noch im Schlitten saß, war Anschieberin Lucrezia Tavella rausgeflogen.
Während die italienische Pilotin Tania Vicenzino noch im Schlitten saß, war Anschieberin Lucrezia Tavella rausgeflogen.  © Lutz Hentschel

Bereits nach der dritten Pilotin, Tania Vicenzino aus Italien, war klar: Der Fehler-Teufel fährt mit. Wie im Training gab's Stürze, die durch Fahrfehlern im Kreisel bedingt waren.

Um so überraschender war, dass Lokalmatadoren Stephanie Schneider einen nahezu perfekte Lauf ins den Kohlgrund zimmerte.

Ausfahrt Kurve neun fast perfekt, der Kreisel top und auch die Passage 13/14 meisterte sie ohne Problem.

Der Lohn war, dass sie nur drei Hundertstel hinter Humphries lag. Dabei hatte die US-Pilotin selbst einige Patzer drin, aber den besser abgestimmten Schlitten.

Im zweiten Durchgang patzte Schneider: "Vielleicht habe ich wieder zu viel gewollt."

Sie wünscht sich für die zwei entscheidenden Durchgänge am Sonabend "die Fahrt vom ersten Lauf und die Startzeit vom zweiten". Der Abstand zu führenden Humphries beträgt schon 54 Hundertstel, damit ist sie Dritte.

Überraschend auf Platz zwei liegt Kim Kalicki (Wiesbaden/+21 Hundertstel). Sie fuhr zwar nicht perfekt, hatte aber top Material. "Ich lasse es hier ballern", verriet die 22-Jährige. Heißt, sie lässt den Schlitten laufen.

Bleibt zu hoffen, dass sie und Schneider nicht stürzen. Dieses Pech hatten gestern insgesamt fünf Teams. Darunter die EM-Zweite Andreea Grecu (Rumänien) und die Winterbergerin Laura Nolte. Zwei der fünf Gestürzten sind zur Kontrolle in der Klinik.

Die Pilotin Tania Vicenzino wird auf der Trage antransportiert.
Die Pilotin Tania Vicenzino wird auf der Trage antransportiert.  © Lutz Hentschel
Stephanie Schneider (M.) sah nach dem zweiten Lauf nicht wirklich aus.
Stephanie Schneider (M.) sah nach dem zweiten Lauf nicht wirklich aus.  © Lutz Hentschel

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