Dreiste Masche: So tricksen Biker diesen Blitzer aus

Altenberg - Ein neuer Blitzer sorgt in Lauenstein für Kopfschütteln.

Und tschüss: Noch ehe der Blitzer "zuschnappen" kann, macht ein Biker kehrt und fährt die Serpentinenstrecke wieder runter.
Und tschüss: Noch ehe der Blitzer "zuschnappen" kann, macht ein Biker kehrt und fährt die Serpentinenstrecke wieder runter.  © Egbert Kamprath

Zwar hatten sich Bürger des Altenberger Ortsteils immer wieder über rasende, laute Motorradfahrer auf ihrer Zufahrtsstraße beschwert. Bloß: Die Biker biegen meist schon VOR dem Blitzer wieder ab.

Es sind die Serpentinen, die bei schönem Wetter Zweiradfahrer auf diese Strecke locken. Dann geht es rauf und runter, wird gebremst, wieder Gas gegeben, jaulen die Motoren - für Anwohner extrem nervig. Bürgerbeschwerden waren die Folge.

Von daher ist das Anbringen des Blitzers nachvollziehbar. Nur: Scheinbar hat es das zuständige Landratsamt versäumt, bei der Gemeinde Altenberg genauer nachzuhaken.

Reiner Fischer, Oberamtsrat in der Altenberger Stadtverwaltung: "Der genaue Standort des Blitzers wurde meiner Ansicht nach nicht mit der Stadt besprochen."

Und so steht die 130.000 Euro teure Anlage, die auch von hinten blitzen kann (weil Motorräder vorne kein Nummernschild haben) hinter jener Einmündung, an der viele Biker wieder drehen - um erneut über die kurvenreiche "Rennpiste" zu jagen.

Dass damit der Blitzer nicht sonderlich wirksam ist, sieht laut Fischer auch Altenbergs Bürgermeister Thomas Kirsten (Frei Wähler) so.

Motorradfahren macht Laune, nervt wegen der Lautstärke aber auch die Anwohner.
Motorradfahren macht Laune, nervt wegen der Lautstärke aber auch die Anwohner.  © Egbert Kamprath
Solche Kurven wie auf der Strecke zwischen Lauenstein und der A17 ziehen Biker magisch an.
Solche Kurven wie auf der Strecke zwischen Lauenstein und der A17 ziehen Biker magisch an.  © Egbert Kamprath

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