Thüringen: Obduktion nach tödlichem Familiendrama

Kriminaltechniker sichern Spuren am Tatort in Altenfeld.
Kriminaltechniker sichern Spuren am Tatort in Altenfeld.  © DPA

Altenfeld - Nach dem Familiendrama in Altenfeld (Ilm-Kreis), bei dem zwei Kinder getötet und ein weiterer Junge lebensgefährlich verletzt wurde, setzen die Ermittler am Freitag ihre Arbeit fort.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Erfurt wird im Laufe des Tages das Ergebnis der Obduktion erwartet. Außerdem werde aller Voraussicht nach Haftantrag gegen den Vater gestellt, hieß es.

Er stehe unter Mordverdacht und soll die drei Jungen im Alter von einem, drei und vier Jahren niedergestochen haben. Das Motiv war vorerst unklar. Die Mutter hatte ihre drei Kinder am Donnerstagvormittag blutüberströmt entdeckt, als sie von einem Aufenthalt im Krankenhaus nach Hause kam. “Wir sind alle tief betroffen und fix und fertig“, sagte Bürgermeister Peter Grimm gestern der Deutschen Presse-Agentur.

Die ganze Gemeinde zeigte sich gestern geschockt. Die für kommende Woche geplante 525-Jahr-Feier sei abgesagt worden. Grimm: “Nach dem, was hier passiert ist, ist uns allen nicht mehr zum Feiern zumute.“

Update, 14 Uhr:

Nach dem Familiendrama in Altenfeld liegt das erste Obduktionsergebnis vor. Der vier Jahre alte Sohn sei verblutet. Ihm wurden mehrere Messerstiche zugefügt.

Update, 10.30 Uhr:

Wie Staatsanwältin Anette Schmitter Hell am Freitag mitteilte, wollte sich die Mutter der Kinder von ihrem 27 Jahre alten Ehemann trennen. Das hätten Personen aus dem unmittelbaren Umfeld der Familie berichtet. Das Sorgerecht für die Kinder wollte die 29-jährige für sich beanspruchen.

Rettungskräfte kämpften gestern um die Leben der Kinder: Für zwei kam jede Hilfe zu spät.
Rettungskräfte kämpften gestern um die Leben der Kinder: Für zwei kam jede Hilfe zu spät.  © Martin Wichmann

Titelfoto: DPA


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