"Nazisau töten": Morddrohung gegen umstrittenen NPD-Ortsvorsteher

Altenstadt-Waldsiedlung - Der wohl umstrittenste Ortsvorsteher Deutschlands, Stefan Jagsch (33/NPD), soll laut Aussagen seiner Partei in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Opfer einer Morddrohung gegen seine Person geworden sein.

Diese Parole befand sich auf dem Garagentor des NPD-Politikers.
Diese Parole befand sich auf dem Garagentor des NPD-Politikers.  © Daniel Lachmann/NPD Hessen

Wie der Landesvorsitzender der NPD-Hessen, Daniel Lachmann (38) TAG24 mitteilte, habe sich am Donnerstagmorgen auf dem Garagentor des amtierenden Ortsvorstehers von Altenstadt-Waldsiedlung (Wetteraukreis) eine eindeutige Parole wiedergefunden.

"Nazisau Jagsch Töten", sei in der Nacht in großen Lettern mittels Spraydosen auf das Garagentor des Wohnhauses Jagschs gesprüht worden sein.

"Vergangene Nacht (Mittwoch auf Donnerstag) beschmierten vermutlich linksradikale Täter das Garagentor von Stefan Jagsch", so Lachmann in einem ersten Statement. Darüber hinaus sei bereits Anzeige bei der Polizei erstattet worden.

Der aktuelle Ortsvorsteher von Altenstadt-Waldsiedlung Jagsch, der zudem stellvertretender Landesvorsitzender der rechtsextremen NPD ist, war erst im September ins Amt gekommen. Der NPD-Politiker war von den anwesenden Ortsbeiratsmitgliedern von CDU, SPD und FDP einstimmig gewählt worden.

Zur Begründung hieß es unter anderem, dass es keinen anderen Bewerber gegeben habe. Die Mitglieder ruderten angesichts der bundesweiten Welle der Empörung aber zurück und stellten einen Abwahl-Antrag.

Die Abwahl Jagschs soll am Dienstag (22. Oktober) über die Bühne gehen.

Der umstrittene NPD-Ortsvorsteher Stefan Jagsch.
Der umstrittene NPD-Ortsvorsteher Stefan Jagsch.  © dpa/Andreas Arnold

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