Nach bundesweitem Skandal: NPD-Ortsvorsteher in Hessen abgewählt

Altenstadt - Die Wahl des NPD-Politikers Stefan Jagsch zum Ortsvorsteher im hessischen Altenstadt-Waldsiedlung wurde zu einem bundesweiten Skandal (TAG24 berichtete).

Das Foto aus dem September zeigt den NPD-Politiker Stefan Jagsch.
Das Foto aus dem September zeigt den NPD-Politiker Stefan Jagsch.  © Andreas Arnold/dpa

Jagsch, der auch stellvertretender Landesvorsitzender der rechtsextremen NPD ist, war Anfang September zum Ortsvorsteher in Altenstadt-Waldsiedlung gewählt worden.

Am Dienstagabend kam der Ortsbeirat zusammen, um den umstrittenen NPD-Mann abzuwählen. Das Ergebnis: Stefan Jagsch wurde abgewählt.

Der Ortsbeirat stimmte am Dienstagabend für die Abberufung des NPD-Politikers.

Die Hessische Gemeindeordnung schreibt vor, dass mindestens zwei Drittel der Beiratsmitglieder für die Abberufung des Ortsvorstehers stimmen müssen. Derzeit hat das Gremium in Altenstadt-Waldsiedlung insgesamt acht Mitglieder.

Für die Abberufung votierten sieben Ortsbeiratsmitglieder, Jagsch stimmte dagegen.

Wehrt sich NPD-Politiker gegen Abwahl vor Gericht?

Offenbar will der abgewählte Ortsvorsteher sich gegen seine Abwahl wehren.

Die NPD teilte im Vorfeld der Abstimmung mit, dass Stefan Jagsch im Falle seiner Abwahl rechtliche Schritte gegen die Entscheidung des Ortsbeirates einleiten würde.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa


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