Einspruch von der AfD! Parteispitze zweifelt Ergebnis der NRW-Wahl an

Markus Pretzell (44), Vorsitzender der NRW-AfD, fordert eine Neuauszählung der Stimmen.
Markus Pretzell (44), Vorsitzender der NRW-AfD, fordert eine Neuauszählung der Stimmen.

Düsseldorf - Die AfD will das Ergebnis der nordrhein-westfälischen Landtagswahl vom 14. Mai überprüfen lassen. Ein entsprechender Einspruch sei dem Düsseldorfer Landtag zugeleitet worden, teilte die AfD am Montag mit.

Im Landeswahlausschuss war vor zwei Monaten im Landtag bekanntgegeben worden, dass in rund 50 von insgesamt über 15.000 Stimmbezirken Unregelmäßigkeiten zu Lasten der AfD aufgefallen seien.

Nach der Überprüfung der Ergebnisse musste die Zahl der Zweitstimmen für die AfD um 2204 auf insgesamt 626.756 Stimmen nach oben korrigiert werden. Für die rechtspopulistischen Landtagsneulinge blieb es dennoch bei 7,4 Prozent. Für einen 17. Sitz im Landtag hätten sie laut Landeswahlleiter knapp 9800 weitere Stimmen benötigt.

Die AfD vermutet, "dass mehr als Zufall im Spiel gewesen sein könnte." Dem müsse noch vor der Bundestagswahl am 24. September nachgegangen werden.

Mit Einsprüchen gegen Wahlergebnisse hätten sich der Wahlprüfungsausschuss des Landtags und der Landeswahlleiter zu beschäftigen, erläuterte eine Sprecherin des Landtags. Der Ausschuss tagt am 29. August. Die Entscheidung über den Einspruch treffe am Ende das Parlament.


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