Amazon-Streik mitten im Weihnachtsgeschäft! Mitarbeiter verlangen Tarifverhandlungen

Werne / NRW - Mitten im Weihnachtsgeschäft hat nach Gewerkschaftsangaben in der Nacht auf Montag ein zweitägiger Streik von Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen beim Versandhändler Amazon begonnen.

Streikende bei Amazon. (Symbolbild)
Streikende bei Amazon. (Symbolbild)  © DPA

Die Gewerkschafter riefen Amazon-Mitarbeiter im Versandhandelszentrum in Werne auf, zunächst bis Dienstagabend zu streiken.

Es werde Verzögerungen im Versand gehen, sagte ein Verdi-Sprecher.

Gestreikt wird auch in einem Zentrum in Sachsen. Amazon war am frühen Montagmorgen nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Mit dem Streik wollen die Gewerkschafter ihre Forderung unterstreichen, Arbeitsbedingungen tarifvertraglich zu regeln.

"Den Kolleginnen und Kollegen wird nichts geschenkt", sagte der in Werne zuständige Gewerkschaftssekretär, Karsten Rupprecht.

"Gerade in der Weihnachtszeit hätten sie es zwar verdient, aber die Erfahrung mit Amazon zeigt, dass es nur der Druck durch die Beschäftigten war, der bislang zu Verbesserungen geführt hat."

Verdi geht gegen Amazon vor

Verdi fordert Amazon seit mehr als fünf Jahren dazu auf, Tarifverhandlungen analog zum Einzel- und Versandhandel zu führen.

Das US-Unternehmen lehnt dies ab. Amazon sieht sich als Logistiker und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende dessen, was in der Logistikbranche üblich sei.

Ein Warenlager von Amazon.
Ein Warenlager von Amazon.  © DPA

Titelfoto: DPA


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