Amazon-Zusteller händigt Omi (92) bestellten Wein nicht aus, der Grund ist ärgerlich

Seaham (Großbritannien) - Erneut sorgt ein Amazon-Zusteller für schlechte Nachrichten!

Ein Amazon-Zustell-Fahrzeug auf Auslieferungstour (Symbolbild).
Ein Amazon-Zustell-Fahrzeug auf Auslieferungstour (Symbolbild).  © 123RF/unitysphere

Nachdem ein Lieferant erst kürzlich im US-Bundesstaat Michigan mit seinem Fahrzeug mehrmals über ein Paket fuhr, weil er es nicht zustellen konnte, sorgt nun ein Zusteller in Großbritannien für Kopfschütteln.

Carl Johnston (41) wollte seiner Oma Louise Wilkinson (92) einen Gefallen tun und zeigen, wie leicht man Online an Dinge kommt, für die man sonst erst in verschiedene Geschäfte müsste.

So bestellte er auf Amazon ein Puzzle und eine Flasche Wein zur Adresse seiner Großmutter. Schon nach kurzer Zeit klingelte der Bote, berichtete die britische Tageszeitung The Sun.

Das Puzzle übergab er einfach so und ganz problemlos. Die Omi war begeistert. Doch die Freude erhielt rasch einen herben Dämpfer.

Denn der Zusteller wollte um jeden Preis einen amtlichen Lichtbildausweis von der Rentnerin sehen, bevor er das Paket übergeben konnte.

Einen Reisepass oder Führerschein besitzt die Frau jedoch gar nicht. Vorzeigen also unmöglich!

Zusteller kam am nächsten Tag erneut - und nahm das Paket wieder mit

Der Zusteller packte die Flasche Wein sofort wieder ein und gab Bescheid, dass er es am nächsten Tag erneut versuchen würde zuzustellen.

Gesagt, getan: der Amazon-Lieferant kam am nachfolgenden Tag wieder zu Wilkinson. Die Rentnerin legte sich extra ihre Bus-Monatsfahrkarte bereit. Darauf befindet sich nämlich ein Foto der betagten Frau.

Der Paketbote schaute sich das Ticket an - und übergab keine Lieferung.

Grund dafür sind die abstrusen Amazon-Regelungen zum Verkauf von alkoholischen Getränken. Während es in Geschäften in Großbritannien ausreicht, wenn man alt genug aussieht, will der Online-Händler wesentlich mehr.

Bei der Bestellung muss man zuerst einen Haken setzen und bestätigen, dass man über 18 Jahre alt ist. Wenn der Zusteller klingelt, unterschreibt man das noch und muss ein offizielles Dokument mit Foto von sich vorzeigen.

Zulässig sind nur Reisepässe, Führerscheine, Ausweise des Verteidigungsministeriums, biometrische Einwanderungsdokumente oder amtliche Lichtbildausweise, informiert die Amazon-Website.

"Warum können sie nicht so sein wie im Supermarkt, wo sie nur eine visuelle Kontrolle akzeptieren, wenn Sie deutlich über 18 sind. Ich verstehe nicht, warum Amazon-Fahrer nicht dasselbe tun können", echauffierte sich Enkel Carl Johnston bei der britischen Zeitung.

Amazon wollte sich zu diesem Vorfall nicht gegenüber The Sun äußern. Das Paket wurde zurückgeschickt und erstattet.


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