Touristin gefoltert und ermordet: Vier Tage vorher sendet sie mysteriöse Nachricht

Emma Kelty (43) durchquerte mit ihrem Kajak Südamerika. An einer Uferstelle des Amazonas wurde sie bestialisch ermordet...
Emma Kelty (43) durchquerte mit ihrem Kajak Südamerika. An einer Uferstelle des Amazonas wurde sie bestialisch ermordet...

Coari- Emma Kelty (43) liebte das Abenteuer. Pauschalurlaube waren nichts für die Britin, die die Welt mit ihrem Kajak bereiste. Ihre letzte Station war eine kleine Insel mitten im brasilianischen Amazonasgebiet. Dort wurde die Reise für sie zum Alptraum.

Doch anscheinend hatte die 43-Jährige eine böse Vorahnung gehabt, irgendetwas hatte ihr gesagt, dass die Bootstour keinen guten Ausgang nehmen wird.

Am 11. September veröffentlichte sie auf ihrem Twitteraccount eine mysteriöse Botschaft. "Man wird mir mein Boot stehlen und mich ermorden. Nett", schrieb Kelty. Und die düstere Prophezeiung wurde tatsächlich war.

Wie der Telegraph berichtet, legte sie ihr Kajak an einem Ufer an, das häufig auch von der kolumbianischen Drogenmafia genutzt wird. Die Dealer schmuggeln Kokain über den Fluss durch Brasilien.

In diesem Zelt übernachtete die 43-Jährige, als die Täter zuschlugen ...
In diesem Zelt übernachtete die 43-Jährige, als die Täter zuschlugen ...

Anscheinend wurde auch die britische Abenteurerin für eine Schmugglerin gehalten. Ein Dorfbewohner erzählt von der grauenhaften Tat.

"Als die Männer ihr Zelt sahen, dachten sie, es gehöre einem Kolumbianer mit Drogen, also schossen sie aus etwa 50 Metern Entfernung, die Frau wurde am Arm getroffen, sie schrie um Hilfe. Als die Männer dann merkten, dass es eine Frau sei, ließen sie trotzdem nicht locker, drohten, sie zu skalpieren und wollten wissen, wo sie die Drogen versteckt habe. Immer wieder wurde mit Messern auf sie eingestochen, jeder der Männer missbrauchte sie sexuell. Dann sah ich, wie die Bande den leblosen Körper in den reißenden Fluss warf", berichtet der Mann, der Baio genannt wird.

Doch wie konnte die Leiche so schnell gefunden werden? Laut dem Telegraph erwiesen sich die Täter als ungeschickt, sendeten mit dem GPS-Gerät, das sie Kelty gestohlen hatten, ein Notsignal. Daraufhin durchkämmte die brasilianische Marine das Gebiet und machte letztendlich den grausamen Fund.

"Der Ort an dem Kelty verschwand, ist ein komplizierter Bereich, schwer zugänglich, es gibt keine Telefone und auch kein Mobilfunknetz. Die Kriminellen dachten, sie könnten ungeschoren davon kommen und riefen aus Dummheit selbst die Polizei", erklärte der Polizeichef von Coari, Jose Afonso Barradas Junior.

Die Täter konnten gefasst werden. Für die Familie der Ermordeten wahrscheinlich nur ein kleiner Trost. Besonders nach dem aufwühlenden Twitter-Post Keltys. So mysteriös es auch klingt. Sie war wahrscheinlich wirklich nur zur falschen Zeit am falschen Ort.


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