Gewaltexzess von Teenagern mit zwölf verletzten Menschen: Das ist der Stand

Amberg - Es ist ein Gewaltexzess, der für Fassungslosigkeit im ganzen Land sorgt: Nach der gewalttätigen Tour prügelnder Teenager in Amberg haben sich keine weiteren Opfer bei der Polizei gemeldet.

Bei der Polizei haben sich bislang keine weiteren Opfer gemeldet. (Symbolbild)
Bei der Polizei haben sich bislang keine weiteren Opfer gemeldet. (Symbolbild)  © DPA

"Zwölf sind auch genug", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz am Dienstag. Vier alkoholisierte Tatverdächtige im Alter von 17 bis 19 Jahren hatten am Samstag am Bahnhof und in der Altstadt unvermittelt Passanten geschlagen.

Zwölf Menschen im Alter von 16 bis 42 Jahren wurden verletzt, die meisten leicht. Ein 17-Jähriger musste allerdings wegen einer Kopfverletzung stationär ins Krankenhaus.

Die mutmaßlichen Schläger kamen vor allem wegen des Vorwurfs der gefährlichen Körperverletzung in Untersuchungshaft - und zwar getrennt voneinander in verschiedenen Gefängnissen im Freistaat.

Weil die Beschuldigten afghanische, syrische und iranische Staatsangehörige sind, wird über Gewalt unter Flüchtlingen diskutiert.

Ambergs Bürgermeister Michael Cerny (54, CSU) hatte kurz nach dem Vorfall auf Facebook geschrieben: "Es darf natürlich nicht verallgemeinert werden, in der Gänze haben diese Idioten aber auch den friedlichen und engagierten Asylbewerbern einen Bärendienst erwiesen."

Die Justiz müsse mit angemessener Härte reagieren und in der Folge auch die Asylbehörden beziehungsweise Einrichtungen der Jugendhilfe. Er sei entsetzt, schrieb Cerny weiter: "Wir brauchen solche Gewalt in Amberg nicht und wollen sie bei uns nicht sehen."

Der schreckliche Vorfall in Bayern mit vielen Verletzten ereignete sich in Amberg in der Oberpfalz.
Der schreckliche Vorfall in Bayern mit vielen Verletzten ereignete sich in Amberg in der Oberpfalz.  © Screenshot/Google Maps

Titelfoto: DPA

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