Ameisen retten das Leben dieses Mannes!

Der 62-jährige Mann ernährte sich von Ameisen.
Der 62-jährige Mann ernährte sich von Ameisen.

Sydney - Ein Mann hat im australischen Busch sechs Tage ohne Wasser und nur mit Ameisen als Nahrung überlebt.

Suchtrupps fanden den 62-Jährigen schließlich ausgemergelt und desorientiert an einem Baum, wie die Polizei am Dienstag berichtete. "Er hat Erste Hilfe bekommen, sitzt aufrecht und redet - es sieht also alles gut aus", sagte Polizist Andy Greatwood im Rundfunk.

"Er hat die letzten Tage unter einem Baum gelegen und Ameisen gegessen." Der Mann habe nur ein T-Shirt und Shorts getragen.

Der 62-Jährige war nach Polizeiangaben vergangene Woche mit seinem Bruder zu dem bei Jägern beliebten abgelegenen Campingplatz Shooter's Shack gefahren. Er liegt am Wüstenrand bei Laverton rund 1100 Kilometer nördlich von Perth.

Der Mann sei an einem Tag auf der Jagd nach wilden Kamelen nur mit einem Gewehr, in T-Shirt, kurzer Hose, Schlappen und Schirmmütze losmarschiert und habe sich verirrt.

In diesem verlassenen Gebiet verirrte sich der Mann.
In diesem verlassenen Gebiet verirrte sich der Mann.

Die Familie alarmierte die Polizei, als er nach 24 Stunden nicht zurückkehrte. Die Polizei schickte Fährtensucher und Hubschrauber los.

Die Fährtensucher entdeckten am Wochenende frische Fußspuren am Boden und verfolgten sie 15 Kilometer, bis sie den Mann fanden. Seine Frau sprach von einem Wunder.

Der australische Outback ist berüchtigt. Über Tausende Kilometer gibt es dort keine Ortschaften und oft kaum Schatten, bei Temperaturen, die deutlich über 40 Grad liegen können.

Im Januar war ein Mann in der Gegend umgekommen, nachdem sein Auto mit einer Panne liegengeblieben war. Er wollte 60 Kilometer zum nächsten Ort laufen und Hilfe holen, wurde aber tot auf der Straße gefunden. Seine Begleiterin, die bei dem Auto geblieben war, wurde gerettet.

Auch ein Lkw-Fahrer überlebte im Januar unter ähnlichen Umständen in Westaustralien nicht. Die Polizei empfiehlt, in abgelegenen Regionen eine Notfunkbake mitzunehmen. Rettungskräfte können die Geräte orten.

Fotos: dpa


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