Das ist die starke Botschaft vom iranischen Oscar-Gewinner an Donald Trump

Ashgar Farhadi ließ eine starke Botschaft verlesen, nachdem er es aus Protest gegen Donald Trump abgelehnt hatte, seinen Preis persönlich entgegen zu nehmen.
Ashgar Farhadi ließ eine starke Botschaft verlesen, nachdem er es aus Protest gegen Donald Trump abgelehnt hatte, seinen Preis persönlich entgegen zu nehmen.  © DPA

Los Angeles - Der iranische Regisseur Ashgar Farhadi hat seinen Oscar für den besten fremdsprachigen Film aus Protest gegen Donald Trump nicht persönlich entgegengenommen.

"Meine Abwesenheit geschieht aus Respekt vor den Einwohnern meines Landes und den sechs anderen Ländern, denen durch den unmenschlichen Einreisestopp in die USA Verachtung entgegen gebracht wird", ließ Farhadi durch eine Vertreterin verlesen. Trumps Einreisestopp für sieben vorwiegend muslimische Länder war von einem US-Gericht vorerst gestoppt, der US-Präsident will aber daran festhalten.

"Wer die Welt in Kategorien von 'Wir' und 'unsere Feinde' einteilt, schafft Angst", sagte die Vertreterin weiter. Filmemacher kreierten Empathie zwischen uns und anderen, eine Empathie, die wir heute mehr denn je bräuchten.

Zuvor hatten bereits alle fünf nominierten Regisseure, darunter auch die glücklose deutsche Maren Ade, in einem gemeinsamen Brief das "faschistische und nationalistische Klima, das wir derzeit in den USA erleben", verurteilt.

Farhadi erhielt schon 2012 den Oscar für den besten ausländischen Film mit "Nader und Simin - Eine Trennung".
Farhadi erhielt schon 2012 den Oscar für den besten ausländischen Film mit "Nader und Simin - Eine Trennung".  © DPA

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