Ammoniak in Eisstadion in Straubing ausgelaufen! Mehrere Verletzte! Schule evakuiert!

Straubing - Beim Austritt von giftigem Ammoniak in der Spielstätte der Straubing Tigers sind mindestens 14 Menschen verletzt worden.

Einsatzkräfte stehem vor dem Eisstadion.
Einsatzkräfte stehem vor dem Eisstadion.  © DPA

Sie kamen am Mittwochvormittag mit Atemwegsreizungen in Krankenhäuser, wie ein Polizeisprecher sagte.

Zu den Verletzten zählten überwiegend Einsatzkräfte der Feuerwehr. Außerdem wurden ein Mitarbeiter des Eisstadions und mehrere Bewohner der niederbayerischen Stadt behandelt.

Mehr als 70 Anwohner mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Das Ammoniak war bei Instandhaltungsarbeiten ausgetreten. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte möglicherweise die Vibration einer Eismaschine die Leitung unter der Eisfläche beschädigt.

Das defekte Ventil wurde repariert, die Überreste der Chemikalie sollten aus der Leitung beseitigt werden.

Beim Einatmen hoher Konzentrationen von Ammoniak besteht Lebensgefahr. Es wird unter anderem als Kältemittel verwendet.

Update 11.15 Uhr: Wie die Polizei mitteilte, wurden ca. 60 Personen durch das giftige Ammoniak verletzt.

Die Verletzten klagen über Augen- und Atemwegsreizungen.

Aus einer Schule, die sich in der Nähe des Stadions befindet, mussten 118 Schüler evakuiert werden. Auch diese klagen über Beschwerden.

Es wird weiterhin gebeten, die abgesperrten Bereiche zu meiden und diese großräumig zu umfahren. Die Bürgerinnen und Bürger im Umfeld des gesperrten Bereiches werden gebeten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Update 13.15 Uhr: Mindestens 14 Verletzte nach Ammoniak-Alarm in Straubing

Ein Feuerwehrmann misst in der Innenstadt mit einem Gasmessgerät die Ammoniakkonzentration in der Luft.
Ein Feuerwehrmann misst in der Innenstadt mit einem Gasmessgerät die Ammoniakkonzentration in der Luft.  © DPA

Mindestens 14 Menschen haben sich beim Austritt von giftigem Ammoniak in Straubing verletzt.

Die Polizei sprach zwischenzeitlich von rund 60 Verletzten, korrigierte ihre Angaben später aber nach unten. Einem Sprecher zufolge gab es zwischen den Einsatzkräften eine Kommunikationspanne.

In der Halle bestreiten die Eishockeyspieler der Straubing Tigers ihre Heimspiele. Mehr als 5800 Zuschauer haben dort Platz. Der Verein war 2006 in die Deutsche Eishockey Liga aufgestiegen.

Titelfoto: DPA

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