Amokalarm an Leipziger Schule

Die Polizei rückte am Mittwoch zu einem Großaufgebot in der Südvorstadt an.
Die Polizei rückte am Mittwoch zu einem Großaufgebot in der Südvorstadt an.  © Alexander Bischoff

Leipzig - Amokalarm in einer Leipziger Sprachschule! Angestellte hatten einen augenscheinlichen Araber mit einem pistolenähnlichen Gegenstand im Schulgebäude gesehen.

Der Notruf ging gegen 11.42 Uhr bei der Polizei in Leipzig ein. Ein Angestellter des Vereins Zuhause e.V. informierte die Beamten, dass ein arabisch aussehender Mann im Gebäude sei, der in seiner Gesäßtasche eine Pistole trage.

Sofort löste die Polizei Großalarm aus. Mehrere Streifenwagen, Rettungsfahrzeuge und die auf lebensbedrohliche Einsatzlagen spezialisierte LEBEL-Sondereinheit eilten umgehend zu dem Schulgebäude in der Leipziger Südvorstadt. Später kamen als Verstärkung noch Beamte der Bereitschaftspolizei hinzu.

Die Polizei riegelte die Straße vor der Schule ab. Dutzende Beamte begaben sich in das Gebäude und sondierten die Lage. Diese stellte sich jedoch weit weniger dramatisch dar, als der Notruf vermuten ließ. Der mutmaßliche Pistolenmann, ein 38-jähriger Peruaner, saß in seinem Deutsch-Kurs und war sich keiner Schuld bewusst. Polizisten durchsuchten ihn und seine Taschen nach Waffen. Dabei fanden sie ein Pistolenimitat aus Gummi, das umgehend sichergestellt wurde.

Was der Südamerikaner damit bezweckte, ist bislang unklar. "Wir prüfen, ob ein Straftatverdacht besteht", sagte Polizeisprecher Uwe Voigt auf Anfrage von TAG24. Im Raum steht der Anfangsverdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Ein junger Peruaner war in dem Gebäude mit einem pistolenähnlichen Gegenstand gesichtet worden. Er besuchte dort einen Deutschkurs beim "Verein zur gesellschaftlichen Integration von Zuwanderern" (zu Hause e.V.)
Ein junger Peruaner war in dem Gebäude mit einem pistolenähnlichen Gegenstand gesichtet worden. Er besuchte dort einen Deutschkurs beim "Verein zur gesellschaftlichen Integration von Zuwanderern" (zu Hause e.V.)  © Alexander Bischoff
Schüler verlassen unter polizeilicher Aufsicht das Schulgebäude.
Schüler verlassen unter polizeilicher Aufsicht das Schulgebäude.  © Alexander Bischoff