Darum pinkelten am Samstag hunderte Frauen in Männer-Pissoirs

So geht's nicht, die Hose müsste dann schon runter...
So geht's nicht, die Hose müsste dann schon runter...

Amsterdam - Aus Protest gegen einen Mangel an öffentlichen Toiletten für Frauen haben zahlreiche Niederländerinnen am Samstag ihre Notdurft demonstrativ in Pissoirs verrichtet.

Nach Angaben der Aktionsgruppe "Zeikwijven" (auf Deutsch in etwa "Pissweiber")​ pinkelten in vier Städten mehrere hundert Frauen in derartigen Männer-Stehtoiletten oder auch im Freien.

Unter dem Hashtag #zeikwijf waren bis zum Abend mehr als 180 Fotos von der Aktion im Onlinedienst Instagram hochgeladen worden. Auslöser der Aktion war die Verurteilung der Amsterdamerin Geerte Piening wegen Wildpinkelns zu einer Geldstrafe von 90 Euro.

Ein Richter hatte vor kurzem Empörung mit der Erklärung ausgelöst, im Notfall hätte die 23-Jährige ja auch ein Pissoir aufsuchen können (TAG24 berichtete).

Was einige Frauen in Amsterdam davon hielten, machten sie einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders NOS zufolge vor laufenden Kameras dadurch klar, dass sie auf Kopien des Gerichtsurteils pinkelten.

Außerdem empörten sich viele Frauen unter dem Hashtag #Wildplassen (Holländisch für "Wildpinkeln") auf Twitter über diese fragwürdige Begründung.

Laut Piening gibt es Dutzende öffentliche Klos für Männer, aber nur ein paar für Frauen. Sie sei damals in großer Not zu weit von einem Damenklo entfernt gewesen und habe keine Alternative gehabt.


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