Nach Privatjet-Reisen: Prinz Harry stellt sich der Kritik

Amsterdam - Prinz Harry lässt die Kritik an seinen jüngsten Privatjet-Reisen nicht auf sich sitzen. Am Rande einer öffentlichen Veranstaltung in Amsterdam äußerte er sich zu den Vorwürfen.

Britische Medien hatten das royale Glamour-Paar, das gerne in sozialen Netzwerken zum Klimaschutz aufruft, der Heuchelei bezichtigt. Grund waren Berichte über mehrere Flüge des Paares in Privatjets innerhalb weniger Tage.
Britische Medien hatten das royale Glamour-Paar, das gerne in sozialen Netzwerken zum Klimaschutz aufruft, der Heuchelei bezichtigt. Grund waren Berichte über mehrere Flüge des Paares in Privatjets innerhalb weniger Tage.  © Chris Jackson/PA Wire/dpa

Meghan Markle und Harry stellten am Dienstag ihr neues Projekt "Travalyst" in der niederländischen Hauptstadt vor.

Die Initiative soll eng mit führenden Online-Tourismus-Anbietern zusammenarbeiten und die gesamte Branche dazu anregen, Reisen nachhaltiger zu machen.

Dabei kam Prinz Harry auch auf die Kritik zu seinen Ausflügen mit dem Privatjet zu sprechen. Mehrere britische Boulevard-Medien hatten dem Prinzen Heuchelei vorgeworfen und ihn mitunter als "Dirty Harry" bezeichnet (TAG24 berichtete), weil er öffentlich die Einhaltung der Klimaziele fordere, privat aber dem entgegen handeln würde.

Der Royal sagte: "Ich verbringe 99 Prozent meiner Zeit damit, die Welt mit kommerziellen Linienflugzeugen zu bereisen. Manchmal muss es eben ein Privatjet sein, um sicherzustellen, dass meine Familie in Sicherheit ist - es ist wirklich so einfach."

Er ergänzte: "Wir können es alle besser machen. Und obwohl niemand perfekt ist, sind wir alle für unsere individuelle Wirkung verantwortlich. Die Frage ist, was wir tun, um dies auszugleichen."

"Ich habe mein CO2 immer ausgeglichen ... es gibt so viele Leute da draußen, die davon hören, aber nichts davon wissen. In meinen Augen ist es das Richtige, das zu tun."

Mit der Aussage bezog sich Harry auf eine jeweils geringe Geldsumme, die optional zu jedem Flug dazu bezahlt werden kann, um die individuell verursachte Emission auszugleichen. In der Regel kommt diese Summe mit einem CO2-Rechner zustande.

Die nächste große Reise wird Harry, Meghan und Archie im September nach Afrika führen. Bislang ist noch nicht bekannt, ob sie dafür einen Privatjet oder ein Linienflugzeug nutzen werden.

Titelfoto: Chris Jackson/PA Wire/dpa

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