Amtlich bewiesen: In diesem sächsischen Landkreis wird am meisten gearbeitet

Kamenz - Der Sachse verdient zwar viel weniger als sein Westkollege (TAG24 berichtete), dafür muss er aber im Jahr erheblich mehr Arbeitsstunden abschrubben. Das legen aktuelle Zahlen von den Landes-Statistikern in Kamenz nahe. Und auch innerhalb des Freistaates gibt es große Unterschiede. Am "fleißigsten" sind demnach die Nordsachsen.

© TAG24 Grafik

Das durchschnittliche Arbeitspensum der Sachsen beträgt 1 412 Stunden im Jahr. Der Bundesschnitt liegt hingegen bei 1 354 Arbeitsstunden. Das geringste Pensum müssen Erwerbstätige im Saarland (1 314) und Nordrhein-Westfalen (1 321) erbringen - das sind fast 100 Stunden oder zweieinhalb 40-Stunden-Wochen weniger.

Nach den Erwerbstätigen im Kreis Nordsachsen mit durchschnittlich 1 439 Arbeitsstunden im Jahr sind die Mittelsachsen (1 437) und die Meißner (1 436) die Arbeitstiere des Freistaates. In den Großstädten hingegen bleibt man unter dem Sachsenschnitt von 1 412 Stunden (siehe Karte) - der Chemnitzer schuftet "nur" 1 396 Stunden.

Auch innerhalb der Branchen klaffen in Sachsen Riesenunterschiede: Im Baugewerbe gibt es mit 1 634 Stunden die höchste Pro-Kopf-Arbeitszeit. Bei den Dienstleistungen, Erziehungen und Gesundheit sind es nur 1 358.

Die regionalen Unterschiede begründen die Statistiker mit unterschiedlichen Arbeitszeiten und der steigenden Bedeutung von Teilzeit-Jobs.

GRAFIK: Die Zahlen in den Landkreisen stehen für die Anzahl der Pro-Kopf-Arbeitsstunden, die dort pro Jahr mehr bzw. weniger als im sächsischen Durchschnitt (1 417 Stunden) gearbeitet werden. Somit arbeitet der Nordsachse 43 Stunden oder eine Woche länger als der Chemnitzer.

Zeit ist Geld? Leider drückt sich Fleiß nicht immer auf dem Lohnzettel aus.
Zeit ist Geld? Leider drückt sich Fleiß nicht immer auf dem Lohnzettel aus.  © 123RF

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