Pfleger vor Gericht: Behinderten geschlagen und gewürgt?

Am 26. April wird der Prozess gegen den ehemaligen Pfleger des geistig behinderten Mannes  fortgesetzt. (Symbolbild)
Am 26. April wird der Prozess gegen den ehemaligen Pfleger des geistig behinderten Mannes fortgesetzt. (Symbolbild)  © DPA

Aschersleben - Wie gewaltvoll ging es wirklich hinter den Mauern der Schloss Hoym Stiftung zu?

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Behinderteneinrichtung muss sich seit Mittwoch vor dem Amtsgericht Aschersleben verantworten, weil er einen Heimbewohner geschlagen und gewürgt haben soll.

Der besagte Vorfall ereignete sich im vergangenen Juli. Nach einem verbalen Konflikt soll der 60-jährige Angeklagte einen geistig Behinderten mit einem Handtuch an sich herangezogen und anschließend ins Gesicht geschlagen haben, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung".

Der Tatverdächtige streitet alles ab: "Ich habe ihn zu keiner Zeit gewürgt und auch nicht ins Gesicht geschlagen." Jahrzehntelang hatte der Mann auf der Anklagebank als Heilerzieher-Pflegehelfer in der Schloss Hoym Stiftung gearbeitet.

Nach dem Vorfall wurde er fristlos entlassen und von der Heimleitung angezeigt, nachdem eine junge Kollegin ihn bei besagter Misshandlung beobachtet haben will.

Der geistig behinderte Mann, der Opfer der Gewaltattacke gewesen sein soll, äußerte sich im Gerichtssaal kaum und verstrickte sich in Widersprüche. "Wir können mit dem Zeugen nicht ganz so viel anfangen", resümierte der Richter.

Am 26. April wird der Prozess fortgesetzt. TAG24 bleibt dran.


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