Um Baby zu töten: Mann soll schwangere Ehefrau brutal getreten haben

Das Baby überlebte die brutale Attacke. (Symbolbild)
Das Baby überlebte die brutale Attacke. (Symbolbild)  © 123RF

Detmold - Es klingt nach einer unglaublichen Tat: Mit gezielten Tritten gegen den Bauch seiner Frau soll ein 38-Jähriger versucht haben, ihr ungeborenes Kind zu töten.

Nachdem seine Ehefrau mit ihrer Mutter aus dem Tunesien-Urlaub zurückkam, soll sie schwanger gewesen sein - aber nicht von ihrem Mann. "Der Verdächtige trennte sich daraufhin Anfang Juli von der Frau", wird der Detmolder Oberstaatsanwalt Ralf Vetter beim Westfalen-Blatt zitiert.

Er zog aus der Wohnung aus und ließ seine Frau und die vier gemeinsamen Kinder zurück. Doch ganz schien er nicht mit der Sache abgeschlossen zu haben: Er soll einen verabscheuungswürdigen Plan gefasst haben.

Am 12. Juli soll er zu dem Haus zurückgekehrt sein. Laut Staatsanwaltschaft sei er durch ein gekipptes Fenster eingedrungen. Dann soll er auf seine Frau, die sich im Obergeschoss befand, losgegangen sein.

"Der Mann hat Schläge und Tritte gegen den Kopf und den Unterleib der Frau gestanden", so Vetter. Voller Wut soll er währenddessen gerufen haben, er schlage ihr "das Kind aus dem Leib".

Als wäre das nicht schon schlimm genug, soll bei der schrecklichen Tat auch noch der zweijährige Sohn des Ehepaares anwesend gewesen sein. Auch er soll bei dem Angriff am Kopf verletzt worden sein.

Nach der mutmaßlichen Attacke wurde der 38-Jährige festgenommen und kam in U-Haft. "Der Mann hat in seiner Vernehmung zugegeben, er habe nicht nur seine Frau verletzen, sondern auch das Baby töten wollen."

Trotz der massiven Gewalt überlebte das Ungeborene die Tritte. Am 28. September wird dem Tatverdächtigen vorm Detmolder Amtsgericht der Prozess gemacht. Die Frau will als Nebenklägerin daran teilnehmen.

Titelfoto: 123RF


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