Soldat aus Sachsen verweigert Impfung und muss Strafe zahlen

Frankenberg/Döbeln - Diese Impf-Verweigerung kam einem Hauptmann aus Sachsen teuer zu stehen.

Der Soldat verweigerte die notwendigen Impfungen (Symbolbild).
Der Soldat verweigerte die notwendigen Impfungen (Symbolbild).  © Friso Gentsch/dpa

Weil der Soldat erklärter Impfgegner ist und den Befehl zu einer Grundimmunisierung mehrfach verweigerte, landete er nun vor Gericht. Der Vorwurf: Gehorsamsverweigerung.

Der Soldat hatte von Oktober 2018 bis Januar 2019 seinen Mali-Einsatz nicht antreten können, weil er die hierfür geforderten Impfungen konsequent und wiederholt abgelehnt hatte.

Richterin Nancy Weiß fällte aus diesem Grund am Donnerstag im Amtsgericht Döbeln ihr Urteil gegen den 1990 geborenen Mann, berichtet die "Freie Presse".

Der in der Garnison in Frankenberg stationierte Hauptmann wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Richterin Weiß folgte mit ihrem Urteil vollinhaltlich dem Antrag von Staatsanwältin Angelika Rickert.

Der Verurteilte, der bereits seit September 2019 vom Dienst freigestellt ist, kann gegen das Urteil noch Berufung oder Revision einlegen.

Soldat womöglich ein Reichsbürger?

Ein Detail dürfte noch für weiteren Gesprächsstoff sorgen. Zwei Zeugen, die gleichzeitig Vorgesetzte des Mannes waren, verdächtigten ihn, der Reichsbürgerideologie anzuhängen.

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