Attentat in Leipzig: Angeklagter gibt an, Gemkow gar nicht gekannt zu haben

Roman W. (l.) und Thomas K. sollen in der Nacht zum 24. November 2015 einen Anschlag auf die Wohnung von Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow verübt haben.
Roman W. (l.) und Thomas K. sollen in der Nacht zum 24. November 2015 einen Anschlag auf die Wohnung von Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow verübt haben.  © Ralf Seegers

Leipzig - Vor dem Amtsgericht Leipzig hat am Montagvormittag der Prozess gegen die mutmaßlichen Gemkow-Attentäter Thomas K. (30) und Roman W. (30) begonnen.

Gleich zu Beginn lehnte die Verteidigung von K. die Vorsitzende Richterin Ute Fritsch wegen der Besorgnis der Befangenheit ab.

Verteidiger Mario Thomas begründet dies damit, dass die Richterin das Hauptverfahren eröffnet habe, obwohl es nach Ansicht der Verteidigung keine ausreichenden Belege für die Tatbeteiligung seines Mandaten gebe.

Anwalt Thomas reklamierte in diesem Zusammenhang, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft einseitig geführt worden seien und Hinweisen einer Täterschaft der linksextremen Szene nicht weiter nachgegangen worden sei.

Ursprünglich warf die Staatsanwaltschaft den beiden Angeklagten versuchte gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung vor. Aktuell ist der Prozess wegen der Prüfung des Befangenheitsantrages unterbrochen.

TAG24 bleibt dran.

Update, 11.45 Uhr: Der Prozess geht weiter. Der Befangenheitsantrag der Verteidigung wurde durch einen anderen Richter als unbegründet zurückgewiesen. Als nächstes wird die Anklage verlesen.

Update, 12.00 Uhr: Der Angeklagte K. will sich im Prozess nicht äußern. W. lässt über seinen Verteidiger erklären, dass er mit der Tat nichts zu tun hat. Er war laut Erklärung noch nie in Leipzig. Er stammt aus Meckenheim und sei zum Tatzeitpunkt ebendort gewesen. Bis zu den Ermittlungen habe er weder K. gekannt, noch Gemkow.

Gleich zu Beginn am Montag lehnte die Verteidigung von K. die Vorsitzende Richterin Ute Fritsch (2. v. l.) wegen der Besorgnis der Befangenheit ab. Die Anklage konnte daraufhin nicht verlesen werden, der Prozess wurde unterbrochen.
Gleich zu Beginn am Montag lehnte die Verteidigung von K. die Vorsitzende Richterin Ute Fritsch (2. v. l.) wegen der Besorgnis der Befangenheit ab. Die Anklage konnte daraufhin nicht verlesen werden, der Prozess wurde unterbrochen.  © Ralf Seegers

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