Hinweis-Schilder für Flüchtlinge müssen weg

Bürgermeister Dieter Greysinger (50, SPD) in der Brückenstraße. Das Landratsamt ordnete an, dass das Zusatzschild mit den Hinweisen weg muss.
Bürgermeister Dieter Greysinger (50, SPD) in der Brückenstraße. Das Landratsamt ordnete an, dass das Zusatzschild mit den Hinweisen weg muss.

Hainichen - Behörden-Absage an Willkommenskultur: Das Landratsamt Mittelsachsen ordnete an, die mehrsprachigen Hinweise an Hainichener Einbahnstraßen-Schildern zu entfernen. Die Stadtverwaltung hatte sie Ende Dezember befestigt. Vorher waren Asylbewerber oft in falscher Richtung in die Straßen geradelt.

Die Zusatzschilder mit Hinweisen auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Albanisch und Russisch kollidierten mit der Straßenverkehrsordnung. Laut der Paragrafen 39 bis 40 dürfen nur amtliche Verkehrszeichen angebracht werden, heißt aus dem Landratsamt.

„Es war klar, dass es so kommt“, meint Hainichens Bürgermeister Dieter Greysinger (50, SPD). „Aber ich bereue das nicht. Die Aufstellung der Schilder war Aktionismus von mir, um zu zeigen: Wir schauen nicht weg.“

Die Hinweise zeigten Wirkung. Greysinger: „Im Vergleich zum September und Oktober - wo solche Verstöße an der Tagesordnung waren - hat sich die Lage erheblich entspannt.“

Während die Zusatzschilder auf Arabisch in der Bahnhof- und Brückenstraße verschwinden, bleibt eines auf dem Ottendorfer Berg stehen.

„Um es konform zu machen, wird es daneben an einer separaten Stange aufgestellt“, so Bürgermeister Greysinger. Kosten: rund 100 Euro. 200 Meter entfernt befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft.

Foto: Falk Bernhardt


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