Chemnitz hat jetzt einen neuen Musik-Tempel

Der neue Anbau an der städtischen Musikschule ist bald fertig und wird eingeweiht.
Der neue Anbau an der städtischen Musikschule ist bald fertig und wird eingeweiht.

Chemnitz - Die Musik spielt in der Gerichtsstraße 1: Am 26. September wird der Anbau der städtischen Musikschule auf dem Kaßberg mit einer Festwoche eröffnet.

Für 2,3 Millionen Euro erhielt die Schule eine 800 Quadratmeter große Erweiterung mit Konzertsaal, Probezimmer, DJ-Raum.

„Ich kann nur schwärmen“, freut sich Schulleiterin Nancy Gibson (54). „Die Erweiterung ist eine große Verbesserung für die Chemnitzer Kultur“, so Gibson.

Zuletzt hatte die Musikschule 2100 Schüler. Durch den Anbau können dort bis zu 2500 Menschen musizieren.

Die 2013 begonnene Erweiterung schließt sich ans bisherige Domizil, eine alte Villa, an. Der neue Haupteingang ist zwischen beiden Gebäuden. In der Festwoche (26. September bis 2. Oktober) kann jeder reinschnuppern.

Robert (13) übt bei Kathrin Löpelt (50) Keyboard
Robert (13) übt bei Kathrin Löpelt (50) Keyboard

Nancy Gibson: „Zum Benefizkonzert am Sonntag ist der neue Saal erstmals für Publikum geöffnet.“ Ab 17 Uhr gibt es dort Kammermusik. Neben der Festwoche läuft der reguläre Betrieb weiter.

„Besonders beliebt sind bei uns Gitarre, Klavier und Schlagzeug. Viele Kinder lernen auch Cello“, sagt die Leiterin. 100 Musikpädagogen betreuen die Schüler des wohligen Klanges. Wer Gitarrenlehrer ohne Musikschul-Segen sucht, kann sich auch an das Bandbüro Chemnitz (Mühlenstraße 94) wenden.

Das Klangzentrum am Rande des Brühls veranstaltet Workshops und bietet regelmäßige Sprechstunden an (www.bandbuero-chemnitz.de). Während das Bandbüro gerade Instrumente für Flüchtlinge sammelt, stellt die Musikschule die Lehrer.

Zwei Pädagogen musizieren mit Flüchtlingen in der Asylbewerberunterkunft Altendorf. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Kirchgemeinde Altendorf. Die gebürtige Kanadierin Gibson ist übrigens seit sechs Jahren im Amt. Vorher war sie 16 Jahre lang Sopranistin im Opernhaus.

Ihren persönlichen Chemnitzer Werdegang beschreibt sie als „natürlichen lokalen Prozess."

Fotos: Peter Zschage


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