Gefährlicher Virus wütet auf deutschem Kreuzfahrtschiff

Andernach - Rund 60 Passagiere und Besatzungsmitglieder auf einem Flusskreuzfahrtschiff in Andernach (Kreis Mayen-Koblenz) haben sich möglicherweise eine Norovirus-Infektion zugezogen.

Rund 60 Passagiere wurden krank. (Symbolbild)
Rund 60 Passagiere wurden krank. (Symbolbild)  © DPA

Sowohl Fahrgäste als auch Besatzungsmitglieder hätten über typische Symptome wie Übelkeit geklagt, teilte die Wasserschutzpolizei am Montag mit.

Das Schiff mit rund 200 Menschen an Bord legte am Sonntagabend zunächst im Hafen in Andernach an.

Das Schiff sei noch in der Nacht planmäßig Richtung Rüdesheim weitergefahren, sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung am Montagmorgen.

Ein Mensch sei mit den Beschwerden und Kreislaufproblemen ins Krankenhaus gebracht worden.

Update, 10.07.2018, 16.00 Uhr: Nach dem Norovirus-Verdacht auf einem Flusskreuzfahrtschiff gibt es Entwarnung.

"Es liegt kein Virus vor", sagte ein Sprecher der Kreisverwaltung Andernach (Kreis Mayen-Koblenz) am Dienstag.

Rund 60 Passagiere und Besatzungsmitglieder des Schiffes hatten über typische Symptome wie Übelkeit geklagt. Warum ist laut Sprecher weiter unklar, ein Zusammenhang mit dem warmen Wetter der vergangenen Tage könne aber zumindest nicht ausgeschlossen werden.

Das Schiff mit insgesamt rund 150 Reisenden und knapp 50 Besatzungsmitgliedern an Bord hatte am Sonntagabend bei Andernach angelegt. Bei einem Landgang hatte zunächst ein Passagier über Beschwerden geklagt. Er war in ein Krankenhaus gebracht worden, habe dieses aber bereits am Sonntagabend wieder verlassen können, sagte der Sprecher.

Als dann weitere Dutzende Passagiere und mehrere Besatzungsmitglieder über Unwohlsein berichteten, waren zeitweise mehrere Notärzte auf dem Schiff gewesen. "Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes waren ebenfalls vor Ort", sagte der Sprecher der Kreisverwaltung. Es war aber keine weitere Person in ein Krankenhaus gebracht worden.

Bereits in der Nacht hatte das Schiff seine Fahrt in Richtung Rüdesheim fortsetzen können und musste nicht unter Quarantäne gestellt werden. In Rüdesheim hatte die Besatzung das dortige Gesundheitsamt noch über den Norovirus-Verdacht informiert, wie der Kreissprecher sagte.

Erst Ende Juni hatte ein Aufenthalt in einer Ferienanlage in Südthüringen wegen eines Ausbruchs des Norovirus für Schüler und Betreuer aus Berlin und Frankfurt vorzeitig geendet. Dabei mussten allerdings mehr als 20 Erkrankte ins Krankenhaus gebracht werden.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0