Im Landtag: AfD-Sprecher macht sich mit Zahlenwirrwar zur Lachnummer

Der sächsische AfD-Abgeordnete André Wendt (45) bei einer Demo in Mittweida Ende Oktober.
Der sächsische AfD-Abgeordnete André Wendt (45) bei einer Demo in Mittweida Ende Oktober.  © Harry Härtel/Haertelpress

Dresden - Da kann man schon mal den Überblick verlieren: Nach fast 12 Stunden Sitzung zum Doppelhaushalt 2017/18 verheddert sich der AfD-Abgeordnete André Wendt (45) am Mittwoch Abend in seinen zahlreichen Änderungsanträgen. Der Ausschnitt aus der Liveübertragung sorgt grad für Furore im Netz.

Beim Versuch, die Anträge um kurz vor 22 Uhr einzubringen, wird Wendt von Landtags-Vizepräsident Horst Wehner (64, Linke) erst milde, dann immer bestimmter über die Regularien informiert.

Zwischendrin sagt Wehner unter Gelächter der anderen Abgeordneten: „Ich möchte Sie auch nicht verunsichern.“

Wendt müsse es aber schon so machen, wie es der Haushaltsplan vorsehe, so Wehner. Riesengelächter im Plenarsaal. Erst nach Rücksprache mit seiner Fraktion und Hilfe durch den Vizepräsidenten fängt sich Wendt schließlich. Zuvor Wehner: „Herr Wendt, bitte, Sie kriegen das hin!“

Der Grünen-Abgeordnete Valentin Lippmann (25) lästert bei Twitter: „Die AfD verliert beim Versuch, den Landtag mit Masse sinnloser Änderungsanträge zu trollen, endgültig den Überblick und weiß nicht mehr wo sie ist.“

Selbst CDU-Mann Sebastian Fischer (35) kann sich diesen Tweet nicht verkneifen: „5 / 7195 oder 6 / 7165 oder doch 6 / 7597? Die AfD verheddert sich im Sozialwirrwarr beim Haushalt im Landtag.“


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