Nach SPD-Debakel bei Europawahl: Ministerpräsident Woidke stärkt SPD-Chefin Nahles den Rücken

Potsdam - Der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat der Partei- und Bundestagsfraktionschefin Andrea Nahles den Rücken gestärkt. Nach dem für die SPD desaströsen Europawahlergebnis will sich Nahles in der Fraktion vorzeitig zur Neuwahl stellen.

SPD-Chefin Andrea Nahles steht nach der herben Europawahl-Schlappe in der Kritik.
SPD-Chefin Andrea Nahles steht nach der herben Europawahl-Schlappe in der Kritik.  © DPA

"Andrea Nahles ist die Bundesvorsitzende, ich habe sie mit gewählt, und sie genießt mein vollstes Vertrauen, und das wird sie sicherlich auch bleiben", sagte Woidke am Dienstag dem Sender n-tv.

Personaldebatten hätten Parteien noch nie genützt. "Ich hoffe sehr, dass diese Personaldebatten nicht weitergeführt werden, sondern dass wir in Ruhe hier in Brandenburg den Landtagswahlkampf führen können", sagte Woidke.

In Brandenburg wird am 01. September ein neuer Landtag gewählt. Wie im Bund brach die SPD in der Mark regelrecht ein und landete mit 17,2 Prozent hinter der AfD und der CDU nur noch auf dem dritten Platz.

Auch auf Bundesebene erreichte die SPD mit 15,8 Prozent nach der Union und den Grünen nur noch Platz drei. Seit der Einheit hat die SPD kontinuierlich in Brandenburg die Regierung angeführt.

Auf die Frage, ob Woidke als Regierungs- und SPD-Chef in Brandenburg seinen Wahlkampf mit Nahles plane, sagte er, dass der Wahlkampf mit vielen Menschen geplant werde. "Wir sind noch in den Anfängen der Planung, aber ich hätte auch kein Problem mit Andrea Nahles. Sie ist die Vorsitzende der SPD, und sie macht eine gute Arbeit."

Dietmar Woidke ist Brandenburgs Ministerpräsident.
Dietmar Woidke ist Brandenburgs Ministerpräsident.  © DPA

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