Andrea Nahles: "Einen Plan B habe ich nicht"

Andrea Nahles (SPD), Fraktionsvorsitzende, gibt im Reichstagsgebäude zu Beginn der Sitzung der Bundestagsfraktion ein Statement zum Diesel-Urteil von Leipzig ab.
Andrea Nahles (SPD), Fraktionsvorsitzende, gibt im Reichstagsgebäude zu Beginn der Sitzung der Bundestagsfraktion ein Statement zum Diesel-Urteil von Leipzig ab.  © Wolfgang Kumm/dpa

Berlin - Die designierte SPD-Chefin Andrea Nahles (47) hat bisher keinen Alternativplan für den Fall, dass die Mitglieder die geplante große Koalition scheitern lassen.

"Einen Plan B habe ich nicht", sagte Nahles am Dienstag in Berlin vor einer Sitzung der SPD-Fraktion, die sie führt. Sei sei mit voller Energie für das Ja unterwegs. "Ich persönlich will nicht über einen Ausgang mit Nein spekulieren." Dann müsse man sich zügig zusammensetzen und beraten.

Da sich die gesamte Parteispitze für ein Ja eingesetzt hat, sind dann auch personelle Konsequenzen nicht ausgeschlossen.

Der Wortführer des Nein-Lagers, Juso-Chef Kevin Kühnert (28), lehnt eine Kandidatur für den Parteivorsitz ab. Nahles will sich nach bisheriger Planung bei einem Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden zur Nachfolgerin des zurückgetretenen Martin Schulz (62) wählen lassen.

Das Ergebnis des Mitgliedervotums soll am Sonntagvormittag verkündet werden, wie TAG24 berichtete. Abstimmen können rund 463.000 SPD-Mitglieder.

Parallel zu der am Samstag startenden Auszählung wird der 45-köpfige Vorstand zu einer Klausurtagung in Berlin zusammenkommen, um den Erneuerungsprozess der Partei zu beraten.

Bei einer Ablehnung des mit der Union ausgehandelten Koalitionsvertrags dürfte dann am Sonntag im Fokus stehen, welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa


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