100 Jahre danach: Holt Geisel Olympia nach Berlin?

Berlin - Neuer Anlauf bei einer Bewerbung um die olympischen Spiele? Vor wenigen Jahren wollte sich die Hauptstadt für die Austragung von Olympia 2024 bewerben, scheiterte in der nationalen Ausscheidung aber an Hamburg. Die Bürger der Hansestadt hatten allerdings etwas dagegen und erteilten dem Plan eine Absage.

Andreas Geisel kann sich eine Olympiabewerbung für Berlin vorstellen.
Andreas Geisel kann sich eine Olympiabewerbung für Berlin vorstellen.  © DPA

Der Berliner Innen- und Sportsenator Andreas Geisel kann sich nun eine neue Olympiabewerbung vorstellen. Ein solcher Schritt sei aber nur im Rahmen einer nationalen Bewerbung gemeinsam mit anderen deutschen Städten denkbar, sagte der SPD-Politiker nach Angaben eines Sprechers am Donnerstag bei einer IHK-Veranstaltung.

Das Ziel: Olympia 2036. 100 Jahre nach Olympia in Berlin während der Nazidiktatur könne Deutschland so zeigen, wie es sich zu einem weltoffenen, demokratischen Land entwickelt habe, ergänzte Geisels Sprecher.

In der Rot-Rot-Grünen Koalition ist eine erneute Bewerbung umstritten. Ehe Berlin mit einer Bewerbung für die Spiele 2024 scheiterte, war die Hauptstadt bereit in den 90er Jahren mit einer Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2000 gescheitert.

Dass die Stadt Großveranstaltungen austragen kann, hat sie zuletzt während der Heim-WM 2006 bewiesen. Aus Sicht Geisels könnten Olympische Spiele auch in Berlin dazu beitragen, die Sportinfrastruktur zu verbessern. Solche Großereignisse seien hier immer ein "Motor" gewesen.

Titelfoto: DPA

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