Bundesregierung: Deutsche verdienen deutlich mehr als Ausländer

Klaus Ernst (62, Die Linke) nennt diesen Unterschied "Sprengstoff für die Gesellschaft".
Klaus Ernst (62, Die Linke) nennt diesen Unterschied "Sprengstoff für die Gesellschaft".  © Imago

Berlin - Es geht um Hunderte Euro! Zwischen den Brutto-Gehältern deutscher und ausländischer Arbeitnehmer klafft eine riesige Lücke. Wie die Bundesregierung nun bekannt gab, verdienen letztere rund 21,5 Prozent weniger als Deutsche.

"Sprengstoff für die Gesellschaft" nennt das Klaus Ernst (62, Die Linke) der Rheinischen Post gegenüber, die in ihrer Samstagsausgabe über das Thema berichtet.

Die Linke war es auch, die eine kleine Anfrage an die Bundesregierung stellte. Die Antwort enthält erschreckende Zahlen. 2015 verdienten deutsche Arbeitnehmer im Durchschnitt 3141 Euro brutto, wer ohne deutschen Pass einen Beruf aufnimmt, dem stehen lediglich 2467 Euro zu. Ergibt 21,5 Prozent weniger Gehalt für Ausländer.

Ungerecht? Kann man meinen, besonders weil der Unterschied noch nicht immer so riesig war. Noch im Jahr 2000 lag der bei 8,3 Prozent. Doch in den Jahren nach der Jahrtausendwende stieg das Einkommen der Deutschen um 32 Prozent an, während das der Migranten eher stagnierte.

"Obwohl sich die Lage am Arbeitsmarkt verbessert hat, steigt kontinuierlich die Anzahl von Migranten, Jungen und Frauen, die extrem schlecht bezahlt werden", so Klaus Ernst weiter.

Er sieht in dieser Schieflage ein großes Problem, besonders weil nicht absehbar ist, dass diese Schere sich tendenziös wieder mehr schließt.


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