Gauland sicher: AfD hat großen Anteil an Machtverlust Merkels

Berlin - Die Bundeskanzlerin Angela Merkel (64) hat nach dem erneuten Wahl-Debakel Konsequenzen gezogen. Sie will im Dezember nicht mehr für den Parteivorsitz der CDU kandidieren.

Laut Alexander Gauland hat seine Partei zu einem Machtverlust von Angela Merkel in der CDU beigetragen.
Laut Alexander Gauland hat seine Partei zu einem Machtverlust von Angela Merkel in der CDU beigetragen.  © DPA

Nach Einschätzung von AfD-Chef Alexander Gauland (77), hat seine Partei zu einem Machtverlust von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der CDU beigetragen. Der AfD-Vorsitzende sagte am Montag in Berlin: "Das hat sehr viel mit uns zu tun."

Alice Weidel (39), die zusammen mit Gauland die AfD-Bundestagsfraktion leitet, sagte: "Die Jagd, die mein Kollege Gauland angekündigt hatte, ist erfolgreich." Die Zeit der "Alternativlosigkeit" in der deutschen Politik sei jetzt vorbei.

Gauland antwortete auf die Frage, ob ein personeller Wechsel an der CDU-Spitze bei den anstehenden Wahlen zu einem Problem für die AfD werden könnte: "Wenn morgen Herr (Bundesgesundheitsminister Jens) Spahn Bundeskanzler wird, dann haben wir es schwerer."

Sollte sich als Merkels Nachfolger dagegen jemand wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (57) oder Schleswig-Holsteins Regierungschef Daniel Günther (45) durchsetzen, würde sich für die AfD nichts ändern.

Für den CDU-Vorsitz kandidieren will nach Informationen der dpa der frühere Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz. Auf Merz angesprochen, sagte Gauland: "Das war ein kluger Mann und ein kluger Politiker." Auch CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer (56) will kandidieren.

Der Slogan "Merkel muss weg" ist regelmäßig bei Kundgebungen von Anhängern der AfD zu hören. Gauland hatte nach dem Einzug der AfD in den Bundestag im September 2017 mit Blick auf die neue Bundesregierung gesagt: "Wir werden sie jagen."

Titelfoto: DPA

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