Angela Merkel besucht erstmals KZ Auschwitz

Berlin/Oswiecim - Kanzlerin Angela Merkel (65, CDU) ist am Freitag im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz vom polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki (51) empfangen worden.

Angela Merkel steht mit Mateusz Morawieckiund dem Direktor der Gedenkstätte, Piotr Cywinski unter dem Eingangstor mit dem Schriftzug "Arbeit macht frei".
Angela Merkel steht mit Mateusz Morawieckiund dem Direktor der Gedenkstätte, Piotr Cywinski unter dem Eingangstor mit dem Schriftzug "Arbeit macht frei".  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Morawiecki wurde vom Direktor der Gedenkstätte und Präsidenten der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Piotr Cywinski, begleitet.

Merkel wollte im Stammlager Auschwitz unter anderem eine Gaskammer und ein Krematorium besichtigen. An der "Schwarzen Wand" des Lagers war eine Gedenkminute geplant. Dort waren Tausende Häftlinge erschossen worden.

Anschließend wollte Merkel das ehemalige deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau besuchen. Dort will sie in Anwesenheit von Morawiecki und weiterer Gäste eine Rede halten.

Danach ist ein Gang durch das NS-Vernichtungslager geplant. Es ist der erste Besuch Merkels in Auschwitz. Vor ihr hatten schon die Kanzler Helmut Schmidt (SPD) und Helmut Kohl (CDU) die Gedenkstätte besucht. Anlass für Merkels Besuch ist das zehnjährige Bestehen der Stiftung Auschwitz-Birkenau, die sich für den Erhalt der Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Lagers einsetzt.

Angesichts der historischen deutschen Verantwortung stellen Bund und Länder für die Erhaltung der Gedenkstätte zusätzlich insgesamt 60 Millionen Euro zum Kapitalstock der Stiftung zur Verfügung.

Merkel wurde unter anderem vom Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und dem Vorsitzenden des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, begleitet.

Das nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau im von Deutschland besetzten Polen gilt weltweit als Symbol für den Holocaust. Nach Schätzungen starben dort mehr als eine Million Menschen, zumeist Juden.

Merkel gedenkt der Opfer im Nazi-Konzentrationslager Auschwitz

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, stehen bei einer Kranzniederlegung an der Todesmauer im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, stehen bei einer Kranzniederlegung an der Todesmauer im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12.39 Uhr

Die Kanzlerin hat im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz der Opfer der Nazi-Gräuel gedacht.

An der sogenannten Schwarzen Wand im Stammlager Auschwitz hielt sie für eine Gedenkminute inne und legte einen Kranz an der Todeswand nieder. Dort waren Tausende Häftlinge erschossen worden.

Zuvor hatte die Kanzlerin eine Gaskammer und ein Krematorium besichtigt. Merkel wurde vom polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki und dem Direktor der Gedenkstätte und Präsidenten der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Piotr Cywinski, begleitet.

Zusammen gingen die Kanzlerin, Morawiecki und Cywinski auch zu dem berüchtigten Tor mit dem zynischen Schriftzug "Arbeit macht frei".

Merkel besichtigte Häftlingsblocks, in denen Ausstellungsstücke wie leere Dosen des Giftes Zyklon B zu sehen sind, mit dem Menschen in Auschwitz vergast wurden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, verneigen sich nach einer Kranzniederlegung an der Todesmauer im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, verneigen sich nach einer Kranzniederlegung an der Todesmauer im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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