Kampf um Merkel-Nachfolge: Jetzt hat Merz die Nase vorn

Berlin - Wer wird Nachfolger von Angela Merkel? Schon Anfang Dezember könnte auf dem CDU-Parteitag eine Entscheidung fallen. Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer (56), Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (38) oder Ex-Unionsfarktionschef Friedrich Merz (62) - einer von ihnen wird wohl neuer Parteivorsitzender.

Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn kandidieren für das Amt als Parteivorsitzende der CDU.
Friedrich Merz, Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn kandidieren für das Amt als Parteivorsitzende der CDU.

Umfragen zufolge deutet sich ein Zweikampf zwischen Kramp-Karrenbauer und Merz an. In einer Emnid-Erhebung im Auftrag der "Bild am Sonntag" lag Merz unter den befragten Unions-Anhängern mit einer Zustimmung von 49 Prozent deutlich vor Kramp-Karrenbauer, die auf 32 Prozent kam.

Jens Spahn - der dritte prominente Bewerber um den CDU-Vorsitz - würden demnach nur 7 Prozent ihre Stimme geben.

In einer Umfrage des ARD-Deutschlandtrends unter CDU-Anhängern hatten sich zuletzt allerdings 46 Prozent für Kramp-Karrenbauer, 31 Prozent für Merz und 12 Prozent für Spahn ausgesprochen (TAG24 berichtete).

Bezieht man bei der Emnid-Befragung die Anhänger aller Parteien mit ein, kommt Merz auf eine Zustimmung von 31 Prozent. Kramp-Karrenbauer (30 Prozent) liegt knapp hinter ihm, Spahn (12 Prozent) ist auch hier abgeschlagen.

Im Emnid-Sonntagstrend verbesserte sich die Union vor dem Hintergrund des CDU-internen Wettbewerbs um die Merkel-Nachfolge um einen Punkt. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagwahl wäre, kämen CDU und CSU demnach auf 26 Prozent.

Die Grünen würden einen Zähler verlieren und lägen bei 21 Prozent, SPD und AfD blieben bei jeweils 15 Prozent. Die Linke würde neun Prozent, die FDP acht Prozent erreichen.

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