Feuer-Drama: Mann will sich retten und stirbt durch Sprung aus Fenster

Angermünde - Dramatische Szenen in Brandenburg! Ein Mann ist in der Uckermark aus dem Fenster einer brennenden Wohnung gesprungen und dabei ums Leben gekommen. Offenbar hat ihn die Todesangst zu dieser Verzweiflungstat getrieben.

Das Unglück ereignete sich im Ortsteil Schmieberg. (Symbolbild)
Das Unglück ereignete sich im Ortsteil Schmieberg. (Symbolbild)  © Patrick Seeger/dpa

Wie das Lagezentrum mitteilte, war das Feuer in der Nacht zum Samstag in dem Wohnhaus in der brandenburgischen Kleinstadt Angermünde (Landkreis Uckermark) ausgebrochen. Die Wohnung befindet sich im dritten Stock.

Notarzt und Sanitäter konnten für den Mann nichts mehr tun. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Medienberichten zufolge soll es sich bei dem Opfer um einen 59-Jährigen handeln, der zu Besuch bei einer Mutter und ihrem Sohn gewesen sein soll. Beide sollen sich aber noch gerettet haben können.

Die Ursache des Feuers ist noch ungeklärt. Wie es zu dem Unglück kam, muss nun die Polizei klären. Nach Informationen des "Uckermark Kuriers" ermittelt die Mordkommission.

Update, 13. Oktober

Der Berliner sei bei der Wohnungsinhaberin in der Nacht zum Samstag zu Besuch gewesen, berichtete ein Sprecher der Polizeiinspektion Uckermark am Sonntag.

Aus ungeklärter Ursache sei gegen 1.30 Uhr in der Küche ein Feuer ausgebrochen. Der Mann, der im Nebenraum geschlafen habe, sei von den Flammen überrascht worden und habe sich mit dem Sprung aus dem Fenster retten wollen.

Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des 59-Jährigen feststellen.

Update, 16 Uhr


Die Wohnungsinhaberin und ihr Sohn hätten sich unverletzt über den Hausflur in Sicherheit bringen können, berichtete der Sprecher weiter. Zwei weitere Mietparteien konnten das Haus ebenfalls unverletzt verlassen. Die Wohnung ist unbewohnbar und wurde für die Ermittlungen zur Brandursache beschlagnahmt.

Bei dem Verstorbenen soll es sich um einen Mann aus Berlin handeln, der übers Wochenende zur Erholung in die Uckermark gereist sei. Das berichtet der "Nordkurier". In Angermünde habe der 59-Jährige ein Gästezimmer bezogen.

Der Sohn der Wohnungsvermieterin habe noch versucht, "eine Liege auf den Rasen unterhalb des Fensters zu ziehen, um den drohenden Aufprall des Verzweifelten (...) abzumildern", heißt es dort in dem Artikel. Doch der Mann war bereits offenbar aus Todesangst gut acht Meter in die Tiefe gesprungen.

Anwohner versuchten noch, erste Hilfe zu leisten – vergeblich!

Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)
Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)  © Angela Rohde/123rf

Titelfoto: Patrick Seeger/dpa

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