Schwangere wird angeschossen und verliert ihr Kind: Jetzt drohen ihr 20 Jahre Haft

Birmingham (USA) - Eine Schwangere, die im Streit mit einer anderen Frau in den Bauch geschossen wurde, ist in den USA wegen Totschlags angeklagt worden.

Ihr drohen 20 Jahre Haft, weil sie den Streit angezettelt hatte.
Ihr drohen 20 Jahre Haft, weil sie den Streit angezettelt hatte.  © 123RF / Screenshot Twitter: aldotcom

Ein Gericht im Bundesstaat Alabama wirft der 27-Jährigen vor, den Streit begonnen zu haben und damit für den Tod ihres ungeborenen Kindes verantwortlich zu sein, wie US-Medien am Donnerstag (Ortszeit) berichteten.

Nach der Zahlung einer Kaution durfte die Frau das Gefängnis demnach zunächst verlassen. Sollte sie für schuldig befunden werden, drohen ihr aber bis zu 20 Jahre Haft. Der Fall hat in den USA eine Debatte über die Rechte von Frauen und ungeborenen Kindern ausgelöst.

Den Berichten zufolge hatte sich die 27-Jährige Anfang Dezember mit einer anderen Frau auf dem Parkplatz eines Ladens in Pleasant Grove westlich der Stadt Birmingham über den Vater des ungeborenen Kindes gestritten. Sie sei damals im 5. Monat schwanger gewesen. Die andere Frau habe in Notwehr auf sie geschossen, hieß es.

Alabama gehört den Angaben zufolge zu den US-Staaten, die einen Fötus bei Gewalttaten gegen Schwangere als Opfer anerkennen.

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