Angst vor Einbrüchen: Schließfächer werden langsam knapp

Schließfächer in Banken werden immer beliebter.
Schließfächer in Banken werden immer beliebter.  © DPA

Bielefeld - Dass viele Menschen in Ostwestfalen-Lippe Angst vor Einbrüchen haben, bekommen jetzt auch immer mehr die Banken zu spüren. Schließfächer und Tresore sind momentan sehr gefragt.

Verantwortlich dafür sind vor allem die gestiegenen Einbruchszahlen in unserer Region. "Zudem investieren Anleger in Zeiten von Niedrigzinsen wieder zunehmend in Gold und wollen das Edelmetall lieber in einem Banktresor aufbewahren als zu Hause", erklärt Stefan Kleinke, Filialleiter der Commerzbank Bielefeld-Sieker, gegenüber der Neuen Westfälischen.

Noch gibt es freie Schließfächer, aber so langsam werden sie knapp. Laut einer Umfrage des Handelsblatts unter 25 Geldhäusern sind gut 80 Prozent der Tresore in Banken belegt.

Der Run auf Schließfächer geht sogar schon so weit, dass es mittlerweile Wartelisten gibt. "Es wird nicht überall immer das Fach in der Größe zur Verfügung stehen, das man haben will", sagt Christoph Kaleschke, Sprecher der Sparkasse Bielefeld.

Auch er bestätigt das seit einiger seit vermehrt auftretende "hohe Interesse" an Schließfächern. Diejenigen, die ihre Wertsachen nicht in Banken wegschließen, besorgen sich oft Tresore für zu Hause.

Der Tresorhersteller Hartmann aus Paderborn verkaufte 2016 immerhin 26 Prozent mehr als im Jahr zuvor. "Wir merken, dass die Steigerung besonders bei den Privatkunden ist", erklärt Christian Fretter, Marketingleiter bei Hartmann.

Titelfoto: DPA


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