Aus Angst vor Missbrauch: Sänger R. Kelly will nicht im Gefängnis bleiben

Chicago (USA) - Der Hip-Hop-Sänger, der in mindestens zehn Fällen Kinder missbraucht haben soll, will nicht ins Gefängnis. Der Grund verblüfft: er habe Angst vor Missbrauch.

Sänger R. Kelly im Gerichtssaal.
Sänger R. Kelly im Gerichtssaal.  © E. Jason Wambsgans/Pool Chicago Tribune/AP/dpa

Die Verhandlungen laufen weiter, ein Urteil für R. Kellys 13 Punkte umfassende Anklage steht noch aus. So lange muss der Sänger in Untersuchungshaft sitzen.

Vorgeworfen werden dem Musikproduzenten und Sänger unter anderem Verführung Minderjähriger, Kinderpornografie und sexuelle Ausbeutung (TAG24 berichtete).

Er soll sogar mit einer Minderjährigen verheiratet gewesen sein. Ihr Alter soll damals in den Urkunden auf 18 Jahre gefälscht worden sein. Bis heute wird das jedoch vonseiten Kellys bestritten.

Nun äußerte sich der HipHop-Sänger vor Gericht: Er will nicht länger in Untersuchungshaft bleiben.

Grund dafür sind ein Taubheitsgefühl in einer Hand, ein unbehandelter Leistenbruch und "Angstgefühle". Angst hat er demnach vor allem vor Missbrauch, dem umfangreichsten aller seiner Anklagepunkte, berichtet The Sun.

Der Sänger soll sich weiterhin darüber beschweren, dass nur eine seiner beiden Freundinnen auf der Besuchsliste stehen dürfe: "Obwohl er mit zwei Freundinnen lebt und gelebt hat, darf immer nur eine von ihnen auf seiner Besuchsliste stehen - und nach 90 Tagen muss er wechseln", erklärt sein Anwalt.

Dieser schwor auch, dass Kelly nicht versuchen würde, Zeugen zu manipulieren oder einzuschüchtern, sollte er aus der Haft entlassen werden.

Das ist Robert Sylvester Kellys zweiter Anlauf, freigelassen zu werden. Der vorherige scheiterte, weil er die dafür benötigte Kaution nicht aufbringen konnte.

Titelfoto: E. Jason Wambsgans/Pool Chicago Tribune/AP/dpa

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