Angst vor Terror: NRW-Polizei rüstet auf

Mit der neuen Maschinenpistole MP 5 will sich die NRW-Polizei besser schützen,
Mit der neuen Maschinenpistole MP 5 will sich die NRW-Polizei besser schützen,  © DPA

Düsseldorf - Die Angst vor Terror ist allgegenwärtig. Nach den letzten Anschlägen und Warnungen will das Land Nordrhein-Westfalen Konsequenzen ziehen und die Ausrüstung der Polizei verbessern.

Dazu gehört eine zusätzliche Maschinenpistole MP 5, die eine moderne Zieleinrichtung hat, in jedem Streifenwagen der NRW-Polizei. Schon im kommenden Jahr soll aufgerüstet werden. Das NRW-Innenministerium rechnet mit Kosten von rund 13,5 Millionen Euro.

Die Begründung für die Aufrüstung ist simpel: Auch die Polizisten, die im Wach- und Wechseldienst arbeiten, müssen auf terroristische Gewalt vorbereitet sein.

Bei einem Terror-Attentat bleibt keine Zeit, um auf Spezialeinheiten zu warten. Daher sind Polizisten die Ersten, die nach einem möglichen Anschlag einschreiten müssen.

2016 wurde die Polizei in NRW bereits mit neuen High-Tech-Westen ausgerüstet.
2016 wurde die Polizei in NRW bereits mit neuen High-Tech-Westen ausgerüstet.  © DPA

"Für mich ist klar, dass die Frauen und Männer, die für unsere Sicherheit ihre Köpfe hinhalten, die beste Ausrüstung und die beste Ausbildung bekommen", sagt Innenminister Ralf Jäger (SPD) nach Ministeriumsangaben.

Im Training bereitet sich die Polizei auf alle denkbaren Szenarien vor. "Alles andere wäre auch naiv", heißt es.

Schon die Terroranschläge in Paris im November 2015 sorgten für ein Aufrüsten bei der Polizei in NRW. 2016 wurden neue Schutzwesten angeschafft.

Elf Millionen Euro wurden dafür investiert. Alleine eine High-Tech-Weste kostet 1000 Euro. Dafür sind sie wesentlich robuster und schützen auch gegen Schüsse aus einer Schnellfeuerwaffe.

Nach Angaben des Innenministeriums sind sie zudem mit 7,5 Kilo sehr leicht und ermöglichen dadurch eine maximale Bewegungsfreiheit.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0