Düsterer Verdacht wegen Selfie: Plante Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri Anschlag auf Merkel?

Berlin - Der Weihnachtsmarkt-Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz, Anis Amri, hat nach Medienbericht zufolge knapp sieben Wochen vor dem Anschlag die Wohnung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (65. CDU) fotografiert.

Im Dezember 2016 richtete Anis Amri auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz ein Blutbad an.
Im Dezember 2016 richtete Anis Amri auf dem Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz ein Blutbad an.

Auf einem Bild, das das ARD-Magazin Kontraste und rbb24-Recherche veröffentlichten, sieht man Anis Amri vor dem Haus in Berlin posieren.

Es handelt sich offensichtlich um ein Selfie. Das Bild von Ende Oktober 2016 sowie andere Fotos aus Berlin fanden die Ermittler demnach später auf dem Handy des Tunesiers.

Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen Lastwagen gekapert, mit dem er über den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche raste. Er tötete zwölf Menschen. Nach der Tat floh er nach Italien, wo ihn die Polizei vier Tage später erschoss.

Ein anderes Foto zeigt Amri vor dem Berliner Dom. Die Ermittler des Bundeskriminalamts kommen in einem Vermerk aus dem April 2017, aus dem die Medien zitieren, zu dem Ergebnis, Amri könne den Dom als "als potenzielles Anschlagsziel in Betracht gezogen haben". Und sie sprechen in diesem Zusammenhang von "einer weiteren Örtlichkeit".

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft wollte den Bericht gegenüber der Deutschen Presse-Agentur nicht kommentieren.

Polizisten und Rettungskräfte stehen im Dezember 2016 vor der Gedächtniskirche in Berlin, wo Anis Amri seinen Terroranschlag verübt hatte.
Polizisten und Rettungskräfte stehen im Dezember 2016 vor der Gedächtniskirche in Berlin, wo Anis Amri seinen Terroranschlag verübt hatte.  © dpa/Michael Kappeler

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