Wegen Terrorverdachts: 21-jähriger aus Umfeld von Anis Amri vor Gericht

Die gleiche Moschee wie Anris Amris soll der 21-Jährige in Hildesheim besucht haben. (Symbolbild)
Die gleiche Moschee wie Anris Amris soll der 21-Jährige in Hildesheim besucht haben. (Symbolbild)

Lippstadt/Dortmund - Ein 21 Jahre alter Islamist aus Lippstadt kommt jetzt vor das Dortmunder Gericht. Ihm wird wird vorgeworfen einen Terroranschlag vorbereitet zu haben.

Der zum Islam konvertierte, wohnungslose junge Mann mit deutscher und kasachischer Staatsbürgerschaft stand bereits als Gefährder unter Beobachtung. Als er im Februar in Lippstadt eine Armbrust kaufte, wurde er festgenommen (TAG24 berichtete). Er kam zunächst wieder auf freien Fuß, weil das Sportgerät frei verkäuflich war.

Die Ermittler stießen aber bei Nachforschungen und der Durchsuchung seines Hotelzimmers auf so viel verdächtiges Material, dass es schließlich für einen Haftbefehl reichte.

Neben Anleitungen zur Herstellung von Sprengstoff aus haushaltsgebräuchlichen Materialien fanden sie auch Schriftstücke, die eine Sympathie für die Terrormiliz Islamischer Staat nahelegen sollen. Der Prozess soll noch in diesem Jahr beginnen.

Der 21-Jährige soll sich früher im Umfeld des inhaftierten Islamistenführers Abu Walaa bewegt und dessen Moschee in Hildesheim besucht haben. Dort soll sich auch der Berlin-Attentäter Anis Amri aufgehalten haben.

Titelfoto: DPA


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