Fall Anis Amri: Jetzt werden Wohnungen von Beamten durchsucht!

Die damaligen Fahndungsfotos von Anis Amri: Auch mehr als fünf Monate nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin am Breitscheidplatz laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.
Die damaligen Fahndungsfotos von Anis Amri: Auch mehr als fünf Monate nach dem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin am Breitscheidplatz laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.  © DPA

Berlin - Nach der mutmaßlichen Manipulation von Akten im Fall des Attentäters Anis Amri ist am Montag das Umfeld eines beschuldigten Berliner Beamten durchsucht worden.

Seit Freitag seien zudem Wohnräume und Arbeitsplätze von mehreren Kollegen des Landeskriminalamtes durchsucht worden, sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Montag. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Beschlagnahmt wurden Handys, Laptops und Speichermedien. Die Kollegen des Beschuldigten gelten laut Staatsanwaltschaft als Zeugen.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte Strafanzeige gestellt, nachdem bekannt wurde, dass Ermittlungsakten zu Amri nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche zurückdatiert, abgespeckt und gemildert wurden. Möglicherweise sollte so Untätigkeit der Behörden vor dem Attentat vertuscht werden.

Es geht um die Frage, ob der verheerende Anschlag hätte verhindert werden können, wenn Amri wegen anderer Delikte vorher verhaftet worden wäre.


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