Anis Amri bei Terroranschlag wohl auf Kokain

Der Obduktionsbericht zeigt, dass Anis Amri während des Anschlags wahrscheinlich unter Drogen stand.
Der Obduktionsbericht zeigt, dass Anis Amri während des Anschlags wahrscheinlich unter Drogen stand.  © DPA

Berlin - Am 19. Dezember 2016 fuhr Anis Amri mit einem gestohlenen LKW über den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz. 19 Menschen verloren dabei ihr Leben. Vier Tage später wurde er auf seiner Flucht in Mailand erschossen.

Der Anschlag ist mittlerweile knapp ein Jahr her. Aus dem Obduktionsbericht geht nun hervor, dass Amri während seiner Tat mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Drogen war. Das berichtet "RTL exclusiv", den der Bericht vorliegt.

46 Seiten rücken den Drogenkonsum in ein neues Licht. Bislang war lediglich bekannt, dass der Tunesier nicht nur gedealt hatte, sondern auch selbst Drogen konsumierte. (TAG24 berichtete) Ob er auch zum Tatzeitpunkt unter Drogen gestanden hatte, konnte die Blutprobe nach seinem Tod in Italien nicht klären. Die Haaranalyse weist nun einen besonders hohen Anteil von Kokain-Rückständen in seinen Haaren auf.

Rechtsmediziner und Giftexperte Professor Fritz Pragst vermutet, dass Amri mindestens in den zweieinhalb Monaten vor den Anschlag täglich Kokain genommen hat. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Attentäter auch während des Anschlags Kokain genommen hat.

"Ein so hoher Kokain-Konsum wirkt charakterverändernd. Solche Menschen glauben, dass sie etwas Besonderes sind", wie Pragst bei RTL erkärt.


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