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Ankerzentren in Deutschland: Ein Erfolg oder Zeit zur Abschaffung?

Asyl- und Abschiebezentren in Deutschland: Bilanz könnte nach einem Jahr kaum unterschiedlicher ausfallen

Manche feiern sie als großen Erfolg, andere fordern ihre Abschaffung: Seit einem Jahr gibt es Ankerzentren. Die Bilanz könnte kaum unterschiedlicher ausfallen.

München - Die Staatsregierung in Bayern feiert sie als Erfolg, Flüchtlingshelfer fordern ihre Abschaffung: Seit einem Jahr gibt es die Asyl- und Abschiebezentren namens Ankerzentren. Die Bilanz könnte kaum unterschiedlicher ausfallen.

Horst Seehofer (r.) und Klaus Bouillon (l.) enthüllten gemeinsam ein Schild.
Horst Seehofer (r.) und Klaus Bouillon (l.) enthüllten gemeinsam ein Schild.

Die Lebensbedingungen in den Unterkünften, in denen meist hunderte Menschen auf engem Raum zusammenleben, verstießen gegen europäische Mindeststandards, kritisiert beispielsweise der Bayerische Flüchtlingsrat.

Ein Jahr nach ihrem Start sei es an der Zeit, sie möglichst rasch wieder zu schließen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (62, CSU) hingegen ist des Lobes voll. "Unsere sieben bayerischen Anker-Einrichtungen haben sich in der Praxis absolut bewährt. Die Asylverfahren sind schneller und effizienter geworden", sagt er.

Die im Koalitionsvertrag vereinbarten neuen Ankunftszentren für Migranten gibt es bislang in drei Bundesländern. Bayern war Vorreiter und startete am 1. August des Jahres 2018 mit sieben Zentren - eines in jedem Regierungsbezirk.

Gefolgt sind bisher Sachsen mit einem Zentrum in Dresden und das Saarland mit Lebach. Mit Mecklenburg-Vorpommern hatte der Bund eine Vereinbarung zur Einrichtung eines Zentrums geschlossen, das aber nicht Ankerzentrum heißen soll. Mehrere Länder argumentierten, sie hätten Einrichtungen mit deutlich vergleichbaren Strukturen.

Anker steht nicht für einen rettenden Hafen, sondern für An(kunft), k(ommunale Verteilung), E(ntscheidung) und R(ückführung).

"Masterplan Migration" von Horst Seehofer als Ursprung

Die Ankerzentren in Deutschland sorgen bei vielen Menschen für Unverständnis.
Die Ankerzentren in Deutschland sorgen bei vielen Menschen für Unverständnis.

Die Zentren sollen vielmehr nach dem "Masterplan Migration" von Horst Seehofer (70, CSU) die Asylverfahren und damit auch eine Abschiebung oder Rückführung derjenigen beschleunigen, die kein Bleiberecht bekommen.

In den Einrichtungen kooperieren dazu Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf), die Bundesagentur für Arbeit, Jugendämter und Ausländerbehörden. "Die ersten Erfahrungen vor Ort zeigen, dass sich die Zusammenarbeit aller beteiligten Behörden unter einem Dach bewährt und mit großem Engagement umgesetzt wird", hieß es zu Jahresbeginn aus Seehofers Haus.

Das Bamf könne dank des Zusammenspiels aller wichtigen Behörden die Verfahren mittlerweile in rund zwei Monaten erledigen, sagt Herrmann. Nach dem früheren System waren es laut seinem Ministerium in der Zeit davor drei Monate. "Asylbewerber haben somit schneller Klarheit über ihre Perspektiven in unserem Land. Wir werden in Bayern daher auch weiterhin auf das erfolgreiche Anker-Konzept setzen."

In Sachsen sah der zuständige Innenminister Roland Wöller (49, CDU) das umstrittene Projekt schon Ende 2018 auf gutem Weg.

Die durchschnittliche Verfahrensdauer für Erstanträge auf Asyl liege bei weniger als drei Monaten, sagte er damals. Allerdings habe Sachsen die Kapazität von bis zu 1500 Plätzen auf zwei Standorte verteilt. Man könne so Menschen besser nach Herkunftsländern, aber auch religiösen Gruppen trennen. Auf diese Weise ließen sich von vornherein Konflikte vermeiden.

Die Enge, in der viele Menschen unterschiedlicher Herkunft untätig aufeinander sitzen, fördert laut Flüchtlingshelfern Konflikte. Nächtliche Abschiebungen ängstigten die teils traumatisierten Menschen. Besonders für Frauen fehlten Rückzugsräume.

Konflikte in den Ankerzentren sind keinesfalls Zufall

In Ankerzentren kommt es auch aufgrund der zwanghaften Enge zu Problemen.
In Ankerzentren kommt es auch aufgrund der zwanghaften Enge zu Problemen.

Immer wieder kommt es zu Streit, Schlägereien oder Übergriffen auf Personal. Mal flogen Steine, mal wurden Messer gezückt. Laut Polizei spielt Alkohol oft eine Rolle, die Stimmung eskaliert teils bei nichtigen Anlässen, etwa wegen einer Drängelei beim Anstehen zum Essen.

Gewaltschutzkoordinatoren sollen nun seit Jahresbeginn in bayerischen Ankerzentren Ausschreitungen verhindern helfen.

Die Caritas, deren Helfer in einigen Zentren wie im oberbayerischen Manching beratend aktiv sind, begrüßt deren Einsatz. Allerdings zeige allein die Notwendigkeit solcher Gewaltschutzkoordinatoren, dass die Betreuung und Integration in den großen Zentren nicht optimal funktionierten.

"Einiges ist besser geworden, einiges ist schlecht geblieben, manches schlechter geworden", zieht der Caritasdirektor von München und Oberbayern, Georg Falterbaum (55) Bilanz. "Die Aufenthaltsdauer der Zufluchtsuchenden hat sich nicht wirklich verkürzt."

Nur anerkannte Asylbewerber profitierten durch kürzere Aufenthalte in den Zentren.

"Rund 80 Prozent der Flüchtlinge leben nach unserer Kenntnis länger als ein Jahr dort", sagt Falterbaum. "In Manching harren etwa 100 Menschen sogar länger als zwei Jahre in der ehemaligen Kaserne aus." Verbessert habe sich teils die gesundheitliche Versorgung. In Manching - das Seehofer als Vorbild sah - könnten Flüchtlinge in Erstorientierungskurse die deutsche Sprache und Kultur kennenlernen. Bei Kinderbetreuung und Schulbesuch gebe es Fortschritte - aber noch "viel Luft nach oben".

Die Caritas und andere Flüchtlingshelfer verlangen eine Unterbringung in kleineren dezentralen Einrichtungen - und eine Lockerung von Arbeitsverboten, insbesondere für Migranten, die sich kooperativ zeigten, sagt Falterbaum. "So entstehen Win-win-Situationen für Migranten und Betriebe, für Nachbarn, Staat und Gesellschaft."

Die Menschen in den Ankerzentren haben aufgrund der Struktur kaum Rückzugsmöglichkeiten.
Die Menschen in den Ankerzentren haben aufgrund der Struktur kaum Rückzugsmöglichkeiten.

Fotos: Oliver Dietze/dpa, Karl-Josef Hildenbrand/dpa , Nicolas Armer/dpa , Stefan Puchner/dpa

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