Anklage erhoben: Flüchtlinge fackeln aus Frust Unterkunft ab

Mit vereinten Kräften löschten die Feuerwehrmänner den Brand in der Flüchtlingsunterkunft.
Mit vereinten Kräften löschten die Feuerwehrmänner den Brand in der Flüchtlingsunterkunft.

Paderborn - Aus Frust über ihre Unterbringung sollen drei Flüchtlinge ihre Wohnbaracke angezündet haben. Nun droht ihnen ein Gerichtsprozess.

Wegen besonders schwerer, gemeinschaftlicher Brandstiftung hat die Staatsanwaltschaft Paderborn Anklage gegen die 20 und 21 Jahre alten Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft Staumühle im ostwestfälischen Hövelhof erhoben. Das teilten die Ermittler am Freitag mit.

Das Trio soll eine Matratze angezündet haben. Wie geplant habe sich das Feuer im gesamten Gebäudetrakt ausgebreitet. Zwei der ehemaligen Militärbaracken brannten vollständig aus. 57 Menschen erlitten Rauchgasvergiftungen und Atemwegsreizungen (TAG24 berichtete).

Die mutmaßlichen Brandstifter sollen unzufrieden mit ihrer Unterbringung gewesen sein, in der sie seit Ende 2016 lebten.

Zeugen hatten laut Staatsanwaltschaft berichtet, dass die Männer Mitarbeitern der Unterkunft mit massiven Unruhen gedroht hätten, sollten sie nicht zeitnah in eine andere Einrichtung verlegt werden.

Die Beschuldigen bestreiten an der Brandstiftung beteiligt gewesen zu sein.

Mit NATO-Draht war die Unterkunft Staumühle abgesichert.
Mit NATO-Draht war die Unterkunft Staumühle abgesichert.

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