Anklage gegen neun mutmaßliche Konzentrationslager-Täter möglich

Die Fälle betreffen die Konzentrationslager Ravensbrück, Mauthausen, Buchenwald und Auschwitz.
Die Fälle betreffen die Konzentrationslager Ravensbrück, Mauthausen, Buchenwald und Auschwitz.  © Andrzej Grygiel/PAP/dpa

Ludwigsburg - Neun weiteren mutmaßlichen Bediensteten in Konzentrationslagern der Nazis drohen Anklagen wegen Beihilfe zum Mord.

Die Zentrale Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen hat die Ermittlungen abgeschlossen und an die zuständigen Staatsanwaltschaften in Deutschland und Österreich weitergegeben, wie Oberstaatsanwalt Jens Rommel am Montag in Ludwigsburg sagte.

Zuvor hatte die Tageszeitung "taz" berichtet. Nach Angaben von Rommel, dessen Behörde die Vorermittlungen geführt hatte, betreffen die Fälle die Konzentrationslager Ravensbrück, Mauthausen, Buchenwald und Auschwitz.

Zu Mauthausen (Österreich) ermitteln die Staatsanwaltschaften in Berlin, Ansbach und im österreichischen Graz gegen drei Beschuldigte der Jahrgänge 1920 bis 1923.

Bei Ravensbrück (Brandenburg), wo vor allem Frauen inhaftiert und gequält wurden, stehen zwei Frauen und ein Mann der Jahrgänge 1922 bis 1925 der SS-Wachmannschaften im Visier. Hier ermitteln die Staatsanwaltschaften Neuruppin (Brandenburg) und Frankfurt am Main in Hessen.

In Buchenwald (Thüringen) geht es Rommel zufolge um mehrere Beschuldigte, zu denen er noch keine Details nennen konnte. Hinzu kommen Ermittlungsverfahren gegen zwei SS-Wachmänner des KZ Auschwitz (Polen).

Diese Verfahren werden in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) und im oberösterreichischen Wels betrieben.


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