Umweltbundesamt will beispielhaften Bergbau im Erzgebirge

Annaberg-Buchholz - Im Erzgebirge sollten nach dem Willen des Umweltbundesamts Metalle abgebaut werden, um ein Beispiel für hohe Umwelt- und Sozialstandards im Bergbau zu geben.

Auch aus der Luft wurde im Erzgebirge schon nach Metallen gesucht.
Auch aus der Luft wurde im Erzgebirge schon nach Metallen gesucht.  © DPA

"Wir müssen den inländischen Bergbau von weltweit gehandelten Metallerzen, die wir heute direkt und auch indirekt importieren, stärken", sagte die Präsidentin der Behörde, Maria Krautzberger, am Dienstag in Berlin. Das könnten Zinn, Zink, Indium oder Kupfer aus dem Erzgebirge sein.

Damit hätte Deutschland die Möglichkeit, "mit gutem Beispiel voranzugehen und zu zeigen, wie Forderungen nach höheren Umwelt- und Sozialstandards im Bergbau auch glaubhaft umgesetzt werden können". Deutschland gehöre weltweit zu den wichtigsten Importeuren von Metallen aus dem Bergbau und habe deswegen eine Verantwortung für dessen soziale und ökologische Folgen, betonte Krautzberger.

Sie sieht insbesondere die EU in der Verantwortung, bei Rohstoffen etwa für Autos und Katalysatoren, Batterien und Handys nicht nur über Versorgungssicherheit zu sprechen, sondern auf international verbindliche Umweltstandards zu pochen. Fortschritte beim Recycling werden nach Einschätzung des Umweltbundesamts (UBA) nicht ausreichen, um den rasant steigenden Bedarf an Rohstoffen zu decken.

Ein Beispiel sei Lithium für Energiespeicher: Die Behörde geht davon aus, dass hier der globale Bedarf bis 2050 auf das Zwölffache der weltweiten Jahresproduktion von 2013 ansteigen könnte.

Auf einer Halde bei Altenberg wird ein Bohrkopf für Probebohrungen vorbereitet.
Auf einer Halde bei Altenberg wird ein Bohrkopf für Probebohrungen vorbereitet.  © DPA

Titelfoto: DPA

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