Ob's diesmal klappt? Welterbe-Antrag bei Unesco eingereicht

Das Erzgebirge ist reich an Kulturschätzen wie den Frohnauer Hammer.
Das Erzgebirge ist reich an Kulturschätzen wie den Frohnauer Hammer.  © Uwe Meinhold

Annaberg-Buchholz/ Berlin - Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat die Montanregion Erzgebirge und das Augsburger Wassermanagement-System für das Unesco-Welterbe nominiert.

Die Anträge seien als offizielle deutsche Bewerbungen dem Welterbezentrum der Unesco in Paris übergeben worden, teilte die KMK am Mittwoch mit.

Bei der "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří" handelt es sich den Angaben zufolge um einen grenzübergreifenden Antrag von Deutschland und der Tschechischen Republik. 17 auf deutscher und 5 auf tschechischer Seite liegende Bestandteile - etwa Einzelobjekte, Gebäudegruppen oder Bergbaulandschaften - repräsentieren demnach die Gebiete und Epochen des sächsisch-böhmischen Erzbergbaus.

Das historische System der Augsburger Wasserwirtschaft zeige mit einer Fülle von Objekten der Technik, Architektur, Industriearchäologie und bildenden Kunst von 1416 bis 1922, wie die Nutzung des Wassers in Augsburg organisiert wurde. Ein halbes Jahrtausend lang verfügte die Stadt damit über ein europaweit einzigartiges System der Wasserwirtschaft mit Pumpwerken, Kanälen, Wassertürmen und kunstvollen Brunnenanlagen, hieß es.

Das Welterbe-Komitee wird voraussichtlich im Sommer 2019 über die Aufnahme in die Welterbeliste entscheiden.

Titelfoto: Uwe Meinhold


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