Nach Tankstellen-Überfall: SEK stürmt Wohnung des Täters

Schwerbewaffnet stürmte eine Einheit des SEK die Wohnung des Tatverdächtigen. (Symbolfoto)
Schwerbewaffnet stürmte eine Einheit des SEK die Wohnung des Tatverdächtigen. (Symbolfoto)

Von Bernd Rippert

Annaberg-Buchholz – Dramatisches Ende eines Tankstellen-Überfalls. Eine schwerbewaffnete Einheit des Sondereinsatzkommandos (SEK) Sachsen stürmte am Abend eine Wohnung im Barbara-Uthmann-Ring und nahm den Mieter (28) fest.

Er steht unter dringendem Tatverdacht für den bewaffneten Raubüberfall auf die Tankstelle in der Robert-Blum-Straße kurz vor Silvester.

Drei Tage vor der Jahreswende stürmte ein Mann abends in die Annaberger Tankstelle, bedrohte eine Verkäuferin (23) mit einer Pistole und forderte Geld. Die Frau hinterm Tresen stopfte dem Ganoven knapp 500 Euro in einen mitgebrachten Stoffbeutel. Danach flüchtete der Täter.

Nach kurzen, intensiven Ermittlungen kam die Polizei dem 28 Jahre alten Annaberger auf die Spur. Er ist wegen diverser Drogendelikte schon länger polizeibekannt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, brachte die Polizei das SEK zur Festnahme mit, stürmte die Wohnung und setzte den Verdächtigen matt. Beute und Tatwaffe wurden zwar nicht gefunden, dafür aber andere Beweismittel.

Obwohl der Tatverdächtige, ein Deutscher aus Kasachstan, vor dem Haftrichter schwieg, verhängte dieser Untersuchungshaft, die er gegen Auflagen wieder außer Vollzug setzte.

Die Polizei machte bei ihrer Durchsuchung noch einen ungewollten "Beifang". Ein 39-Jähriger in der Wohnung wurde mit Haftbefehl gesucht und kam direkt ins Gefängnis.

Foto: dpa/Marius Becker


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