Kölner Newcomer-Band verbietet Fans in Dresden Handys!

Sänger Henning May (22) begeisterte am Donnerstagabend die Gäste der Reithalle/Straße E.
Sänger Henning May (22) begeisterte am Donnerstagabend die Gäste der Reithalle/Straße E.

von Ann Carola Drews

Dresden - Die Kölner Newcomer-Band begeisterte am Donnerstagabend in der restlos ausverkauften Dresdner Reithalle/Straße E. Als Christopher Annen (24), Henning May (22) und Severin Kantereit (22) - "kurz" AnnenMayKantereit - gegen 22 Uhr endlich auf die Bühne kamen, war bereits beste Stimmung in der Halle.

Sehnsüchtig vom Publikum der Hipster-Generation erwartet, sang sich Frontman Henning May mit seiner immer wieder überraschend markanten Stimme in die Seelen der Fans.

Wenn der Sänger die Bühne betritt, sieht man einen entspannten, schlaksigen Typen in einem etwas zu großen T-Shirt. Man denkt, dass er noch nicht ganz in den Twens angekommen ist.

Die Stimmung im Publikum war bestens - und die Handys blieben ausnahmsweise mal in der Tasche.
Die Stimmung im Publikum war bestens - und die Handys blieben ausnahmsweise mal in der Tasche.

Doch wenn Henning anfängt zu singen, erstaunt er mit einer wahnsinnig kaftvollen, rockigen Stimme!

Markant, tief und rauchig - als hätte er die letzten Jahrzehnte rauchend und trinkend verlebt - besingt der Kopf des Trios, wie einen das Leben und die Liebe zerreißen können.

Mit der Mischung aus Jazz, Pop, Blues und Rock erobern Henning, Christopher (Gitarrist) und Severin (Schlagzeug) seit letztem Jahr die Bühnen in Deutschland.

Ehrensache, dass die kölschen Jungs ihre Songs selbst schreiben. Überhaupt ist das Trio überaus authentisch, wenn es eine Show liefert, die einzig von der Musik lebt - untermalt von einer zurückhaltenden Lightshow.

Sehr sympathisch wurde es, als Henning mit dem Song “Du hörst mir nicht zu” direkt die ewigen Smartphone-Junkies anvisierte. Ob es denn nicht für eine Stunde während des Konzertes ohne Connection ginge?

Er finde es beleidigend, wenn Konzertbesucher nur filmen oder chatten statt zuzuhören, während Annenmaykantereit Musik lebt und atmet!

Recht hat er! Die Botschaft kam bei den Dresdnern jedenfalls an und wurde stark bejubelt.

Fotos: Ben Sommer


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